Ruptur der Distale Bizepssehne

Autor:

Dr. med. Thomas Ebert

Ärzte Ellenbogen-Team

Zurück zur Übersicht

Zusammenfassung

Die Ruptur der distalen Bizepssehne ist ein Riss der unteren Bizepssehne in der Ellenbeuge. Schmerzen, Kraftreduktion für das Beugen des Ellenbogens und sichtbarer Muskelveränderung sind die Folge. Ursache ist meist eine plötzliche, starke Belastung für den Bizeps. Die Therapie erfolgt je nach Ausmass und patientenindividuell konservativ oder operativ mit anschliessender Rehabilitation. Zumeist erfolgt eine operative Refixation, am besten in den ersten 2 Wochen.

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Was ist eine Ruptur der distalen Bizepssehne?


Die Ruptur der distalen Bizepssehne ist eine Verletzung, bei der die Sehne des Musculus biceps brachii im Bereich ihres Ansatzes an der Speiche (Radius) im Ellenbogen reisst.

Die distale Bizepssehne ist entscheidend für die Beugung des Ellenbogens sowie für die Drehbewegung des Unterarms (Supination). Ein Riss dieser Sehne führt zu einer deutlichen Kraftminderung bei diesen Funktionen.


Ursachen


Die Ruptur entsteht meist durch eine plötzliche starke Belastung des angespannten Bizepsmuskels:

  • Heben, Abfangen oder ruckartige Belastungen schwerer Lasten mit gebeugtem Ellenbogen
  • Degenerative Vorschädigungen der Sehne sowie altersbedingter Elastizitätsverlust erhöhen die Gefahr eines Risses


Symptome


Die Beschwerden treten meist plötzlich im Rahmen eines Kraft- oder Unfallereignisses des Ellenbogens auf:

  • Plötzlicher, stechender Schmerz im Bereich der Ellenbeuge
  • Hör- oder fühlbares „Schnappen“ oder Reissen zum Zeitpunkt der Verletzung
  • Kraftverlust, insbesondere bei Beugung des Ellenbogens und beim Drehen des Unterarms
  • Schwellung und Bluterguss im Bereich der Ellenbeuge und des Unterarms
  • Sichtbare Veränderung der Muskelkontur mit nach oben verschobenem Bizepsmuskel


Diagnose


Die Diagnose ergibt sich aus der Anamnese, der klinischen Untersuchung und bildgebenden Verfahren:

  • Klinische Anzeichen: Nach oben verschobener Muskelbauch, anfänglich Bluterguss, später Delle in der Ellenbeuge; Reduktion der Muskelkraft sowie Schmerzen bei Beugung und Schraubbewegungen des Unterarms
  • Ultraschall: Darstellung der gerissenen Sehne und Beurteilung des Ausmasses der Verletzung
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Detaillierte Darstellung der Sehne, insbesondere bei unklaren Befunden oder Teilrupturen


Differentialdiagnose


Der oben genannte Mechanismus ist sehr klassisch. Bei ähnlicher Symptomatik sollten ausgeschlossen werden:

  • Muskelfaserrisse des Bizeps oder des Brachialmuskels
  • Entzündliche Veränderungen der distalen Bizepssehne
  • Verletzungen oder Schäden anderer Muskeln oder Sehnen im Bereich des Ellenbogens
  • Bänderverletzungen des Ellenbogengelenks


Konservative Therapie


Eine nicht-operative Behandlung kommt vor allem bei Teilrupturen oder bei Patienten mit geringen funktionellen Anforderungen in Betracht:

  • Kurzzeitige Ruhigstellung des Arms in einer Schlinge oder Orthese
  • Schmerztherapie mit entzündungshemmenden Medikamenten
  • Physiotherapie zur Schmerzreduktion, Wiederherstellung der Beweglichkeit und später zum Wiederaufbau der Kraft
  • Akzeptanz eines möglichen bleibenden Kraftverlusts, insbesondere bei der Unterarmdrehung


Operative Therapie


Bei kompletter Ruptur wird in der Regel eine operative Refixation der Sehne empfohlen, insbesondere bei aktiven Patienten:

  • Offene Operation: Wiederbefestigung der Sehne am Radius über einen Hautschnitt in der Ellenbeuge
  • Minimalinvasive Techniken: Verwendung moderner Fixationssysteme zur stabilen Verankerung der Sehne


Ein frühzeitiger operativer Eingriff, idealerweise innerhalb der ersten zwei Wochen nach dem Ereignis, verbessert die funktionellen Ergebnisse und erleichtert die Refixation.


Nachbehandlung


Nach der Operation erfolgt eine zeitlich begrenzte Ruhigstellung des Ellenbogens. Die Beweglichkeit wird schrittweise gesteigert, zunächst passiv, dann aktiv-assistiv und später aktiv ohne Gewichte.

Eine gezielte physiotherapeutische Nachbehandlung unterstützt den Heilungsprozess. Die vollständige Belastbarkeit des Arms wird in der Regel nach mehreren Monaten erreicht und erfolgt unter regelmässigen klinischen Kontrollen.


Weitere Informationen


Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über die Ruptur Distale Bizepssehne geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Orthopädie Rosenberg

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Die Ruptur der distalen Bizepssehne ist ein Riss der unteren Bizepssehne in der Ellenbeuge. Schmerzen, Kraftreduktion für das Beugen des Ellenbogens und sichtbarer Muskelveränderung sind die Folge. Ursache ist meist eine plötzliche, starke Belastung für den Bizeps. Die Therapie erfolgt je nach Ausmass und patientenindividuell konservativ oder operativ mit anschliessender Rehabilitation. Zumeist erfolgt eine operative Refixation, am besten in den ersten 2 Wochen.

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Was ist eine Ruptur der distalen Bizepssehne?


Die Ruptur der distalen Bizepssehne ist eine Verletzung, bei der die Sehne des Musculus biceps brachii im Bereich ihres Ansatzes an der Speiche (Radius) im Ellenbogen reisst.

Die distale Bizepssehne ist entscheidend für die Beugung des Ellenbogens sowie für die Drehbewegung des Unterarms (Supination). Ein Riss dieser Sehne führt zu einer deutlichen Kraftminderung bei diesen Funktionen.


Ursachen


Die Ruptur entsteht meist durch eine plötzliche starke Belastung des angespannten Bizepsmuskels:

  • Heben, Abfangen oder ruckartige Belastungen schwerer Lasten mit gebeugtem Ellenbogen
  • Degenerative Vorschädigungen der Sehne sowie altersbedingter Elastizitätsverlust erhöhen die Gefahr eines Risses


Symptome


Die Beschwerden treten meist plötzlich im Rahmen eines Kraft- oder Unfallereignisses des Ellenbogens auf:

  • Plötzlicher, stechender Schmerz im Bereich der Ellenbeuge
  • Hör- oder fühlbares „Schnappen“ oder Reissen zum Zeitpunkt der Verletzung
  • Kraftverlust, insbesondere bei Beugung des Ellenbogens und beim Drehen des Unterarms
  • Schwellung und Bluterguss im Bereich der Ellenbeuge und des Unterarms
  • Sichtbare Veränderung der Muskelkontur mit nach oben verschobenem Bizepsmuskel


Diagnose


Die Diagnose ergibt sich aus der Anamnese, der klinischen Untersuchung und bildgebenden Verfahren:

  • Klinische Anzeichen: Nach oben verschobener Muskelbauch, anfänglich Bluterguss, später Delle in der Ellenbeuge; Reduktion der Muskelkraft sowie Schmerzen bei Beugung und Schraubbewegungen des Unterarms
  • Ultraschall: Darstellung der gerissenen Sehne und Beurteilung des Ausmasses der Verletzung
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Detaillierte Darstellung der Sehne, insbesondere bei unklaren Befunden oder Teilrupturen


Differentialdiagnose


Der oben genannte Mechanismus ist sehr klassisch. Bei ähnlicher Symptomatik sollten ausgeschlossen werden:

  • Muskelfaserrisse des Bizeps oder des Brachialmuskels
  • Entzündliche Veränderungen der distalen Bizepssehne
  • Verletzungen oder Schäden anderer Muskeln oder Sehnen im Bereich des Ellenbogens
  • Bänderverletzungen des Ellenbogengelenks


Konservative Therapie


Eine nicht-operative Behandlung kommt vor allem bei Teilrupturen oder bei Patienten mit geringen funktionellen Anforderungen in Betracht:

  • Kurzzeitige Ruhigstellung des Arms in einer Schlinge oder Orthese
  • Schmerztherapie mit entzündungshemmenden Medikamenten
  • Physiotherapie zur Schmerzreduktion, Wiederherstellung der Beweglichkeit und später zum Wiederaufbau der Kraft
  • Akzeptanz eines möglichen bleibenden Kraftverlusts, insbesondere bei der Unterarmdrehung


Operative Therapie


Bei kompletter Ruptur wird in der Regel eine operative Refixation der Sehne empfohlen, insbesondere bei aktiven Patienten:

  • Offene Operation: Wiederbefestigung der Sehne am Radius über einen Hautschnitt in der Ellenbeuge
  • Minimalinvasive Techniken: Verwendung moderner Fixationssysteme zur stabilen Verankerung der Sehne


Ein frühzeitiger operativer Eingriff, idealerweise innerhalb der ersten zwei Wochen nach dem Ereignis, verbessert die funktionellen Ergebnisse und erleichtert die Refixation.


Nachbehandlung


Nach der Operation erfolgt eine zeitlich begrenzte Ruhigstellung des Ellenbogens. Die Beweglichkeit wird schrittweise gesteigert, zunächst passiv, dann aktiv-assistiv und später aktiv ohne Gewichte.

Eine gezielte physiotherapeutische Nachbehandlung unterstützt den Heilungsprozess. Die vollständige Belastbarkeit des Arms wird in der Regel nach mehreren Monaten erreicht und erfolgt unter regelmässigen klinischen Kontrollen.


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Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Die Ruptur der distalen Bizepssehne ist eine Verletzung, bei der die Sehne des Musculus biceps brachii im Bereich ihres Ansatzes an der Speiche (Radius) im Ellenbogen reisst.

Die distale Bizepssehne ist entscheidend für die Beugung des Ellenbogens sowie für die Drehbewegung des Unterarms (Supination). Ein Riss dieser Sehne führt zu einer deutlichen Kraftminderung bei diesen Funktionen.


Ursachen


Die Ruptur entsteht meist durch eine plötzliche starke Belastung des angespannten Bizepsmuskels:

  • Heben, Abfangen oder ruckartige Belastungen schwerer Lasten mit gebeugtem Ellenbogen
  • Degenerative Vorschädigungen der Sehne sowie altersbedingter Elastizitätsverlust erhöhen die Gefahr eines Risses


Symptome


Die Beschwerden treten meist plötzlich im Rahmen eines Kraft- oder Unfallereignisses des Ellenbogens auf:

  • Plötzlicher, stechender Schmerz im Bereich der Ellenbeuge
  • Hör- oder fühlbares „Schnappen“ oder Reissen zum Zeitpunkt der Verletzung
  • Kraftverlust, insbesondere bei Beugung des Ellenbogens und beim Drehen des Unterarms
  • Schwellung und Bluterguss im Bereich der Ellenbeuge und des Unterarms
  • Sichtbare Veränderung der Muskelkontur mit nach oben verschobenem Bizepsmuskel


Diagnose


Die Diagnose ergibt sich aus der Anamnese, der klinischen Untersuchung und bildgebenden Verfahren:

  • Klinische Anzeichen: Nach oben verschobener Muskelbauch, anfänglich Bluterguss, später Delle in der Ellenbeuge; Reduktion der Muskelkraft sowie Schmerzen bei Beugung und Schraubbewegungen des Unterarms
  • Ultraschall: Darstellung der gerissenen Sehne und Beurteilung des Ausmasses der Verletzung
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Detaillierte Darstellung der Sehne, insbesondere bei unklaren Befunden oder Teilrupturen


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Der oben genannte Mechanismus ist sehr klassisch. Bei ähnlicher Symptomatik sollten ausgeschlossen werden:

  • Muskelfaserrisse des Bizeps oder des Brachialmuskels
  • Entzündliche Veränderungen der distalen Bizepssehne
  • Verletzungen oder Schäden anderer Muskeln oder Sehnen im Bereich des Ellenbogens
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Eine nicht-operative Behandlung kommt vor allem bei Teilrupturen oder bei Patienten mit geringen funktionellen Anforderungen in Betracht:

  • Kurzzeitige Ruhigstellung des Arms in einer Schlinge oder Orthese
  • Schmerztherapie mit entzündungshemmenden Medikamenten
  • Physiotherapie zur Schmerzreduktion, Wiederherstellung der Beweglichkeit und später zum Wiederaufbau der Kraft
  • Akzeptanz eines möglichen bleibenden Kraftverlusts, insbesondere bei der Unterarmdrehung


Operative Therapie


Bei kompletter Ruptur wird in der Regel eine operative Refixation der Sehne empfohlen, insbesondere bei aktiven Patienten:

  • Offene Operation: Wiederbefestigung der Sehne am Radius über einen Hautschnitt in der Ellenbeuge
  • Minimalinvasive Techniken: Verwendung moderner Fixationssysteme zur stabilen Verankerung der Sehne


Ein frühzeitiger operativer Eingriff, idealerweise innerhalb der ersten zwei Wochen nach dem Ereignis, verbessert die funktionellen Ergebnisse und erleichtert die Refixation.


Nachbehandlung


Nach der Operation erfolgt eine zeitlich begrenzte Ruhigstellung des Ellenbogens. Die Beweglichkeit wird schrittweise gesteigert, zunächst passiv, dann aktiv-assistiv und später aktiv ohne Gewichte.

Eine gezielte physiotherapeutische Nachbehandlung unterstützt den Heilungsprozess. Die vollständige Belastbarkeit des Arms wird in der Regel nach mehreren Monaten erreicht und erfolgt unter regelmässigen klinischen Kontrollen.


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Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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