Sulcus-Ulnaris-Syndrom

Autor:

Dr. med. Thomas Ebert / Dr. med. Michael Brodbeck

Ärzte Ellenbogen-Team

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Zusammenfassung

Das Sulcus-ulnaris-Syndrom ist eine Nervenkompression am inneren Ellenbogen, bei der der Nervus ulnaris eingeengt wird. Typisch sind Kribbeln und Taubheit im Klein- und Ringfinger, Schmerzen am inneren Ellenbogen.

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Was ist das Sulcus-ulnaris-Syndrom?


Das Sulcus-ulnaris-Syndrom, auch als Cubital-Tunnel-Syndrom bezeichnet, ist eine Nervenkompressions­erkrankung, bei der der Ellennerv (Nervus ulnaris) am Ellenbogen eingeengt wird. Der Nerv verläuft dort in einer knöchernen Rinne an der Innenseite des Ellenbogens, dem sogenannten Sulcus ulnaris. Durch Druck, Zug oder wiederholte Belastung kann es zu Funktionsstörungen des Nervs kommen, was typischerweise Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens und in den Fingern vier und fünf der Hand verursacht.


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich häufig schleichend und können im Verlauf zunehmen:

  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl im Ring- und Kleinfinger
  • Gefühlsminderung an der Kleinfingerseite der Hand
  • Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens, gelegentlich ausstrahlend in Unterarm oder Hand
  • Kraftverlust der Hand, insbesondere beim Spreizen und Schliessen der Finger
  • Ungeschicklichkeit bei feinmotorischen Tätigkeiten
  • In fortgeschrittenen Stadien sichtbarer Muskelschwund


Ursachen


Das Syndrom entsteht häufig durch eine Kombination verschiedener Faktoren:

  • Längeres oder wiederholtes Abstützen auf dem Ellenbogen
  • Häufiges Beugen des Ellenbogens über längere Zeit
  • Anatomische Engstellen oder knöcherne Veränderungen
  • Vorangegangene Verletzungen, Frakturen oder Operationen im Ellenbogenbereich
  • Schwellungen oder entzündliche Prozesse


Diagnose


Die Diagnose basiert auf der Krankengeschichte, der klinischen Untersuchung und ergänzenden Tests:

  • Prüfung der Sensibilität, Kraft und Funktion der Hand sowie spezifischer Provokationstests
  • Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (Elektroneurographie) zur Beurteilung der Nervfunktion
  • Ultraschall oder MRT zur Darstellung von Einengungen oder Lageveränderungen des Nervs


Differentialdiagnosen


Sie umfassen andere Nervenkompressionssyndrome am Arm, Nervenwurzelreizungen der Halswirbelsäule, Läsionen des Nervenplexus oder Muskel- und Sehnenverletzungen.


Konservative Therapie


In frühen Stadien oder bei milden Beschwerden können nicht-operative Massnahmen sinnvoll sein:

  • Vermeidung von Druck auf den Ellenbogen
  • Anpassung belastender Tätigkeiten und Bewegungsgewohnheiten
  • Schienen, Lagerungshilfen oder Polsterung zur Entlastung
  • Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente
  • Physiotherapie oder Ergotherapie zur Entlastung des Nervs


Operative Therapie


Bei anhaltenden Beschwerden, zunehmenden Gefühlsstörungen oder Kraftverlust kann eine Operation erforderlich sein:

  • Dekompression des Nervs durch Freilegung der Engstelle
  • In ausgewählten Fällen Verlagerung des Nervs aus der knöchernen Rinne, um erneute Einengung zu verhindern


Nachbehandlung


Nach der Operation ist meist nur eine kurze Ruhigstellung notwendig. Anschliessend erfolgt eine schrittweise Mobilisierung des Arms, unterstützt durch Physiotherapie oder Ergotherapie. Die vollständige Erholung des Nervs kann mehrere Monate dauern.


Prognose


Mit rechtzeitiger Behandlung und konsequenter Nachbehandlung verbessern sich Schmerzen, Sensibilität und Kraft in der Regel deutlich.


Weitere Informationen


Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über das Sulcus Ulnaris Syndrom geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Das Sulcus-ulnaris-Syndrom ist eine Nervenkompression am inneren Ellenbogen, bei der der Nervus ulnaris eingeengt wird. Typisch sind Kribbeln und Taubheit im Klein- und Ringfinger, Schmerzen am inneren Ellenbogen.

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Was ist das Sulcus-ulnaris-Syndrom?


Das Sulcus-ulnaris-Syndrom, auch als Cubital-Tunnel-Syndrom bezeichnet, ist eine Nervenkompressions­erkrankung, bei der der Ellennerv (Nervus ulnaris) am Ellenbogen eingeengt wird. Der Nerv verläuft dort in einer knöchernen Rinne an der Innenseite des Ellenbogens, dem sogenannten Sulcus ulnaris. Durch Druck, Zug oder wiederholte Belastung kann es zu Funktionsstörungen des Nervs kommen, was typischerweise Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens und in den Fingern vier und fünf der Hand verursacht.


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich häufig schleichend und können im Verlauf zunehmen:

  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl im Ring- und Kleinfinger
  • Gefühlsminderung an der Kleinfingerseite der Hand
  • Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens, gelegentlich ausstrahlend in Unterarm oder Hand
  • Kraftverlust der Hand, insbesondere beim Spreizen und Schliessen der Finger
  • Ungeschicklichkeit bei feinmotorischen Tätigkeiten
  • In fortgeschrittenen Stadien sichtbarer Muskelschwund


Ursachen


Das Syndrom entsteht häufig durch eine Kombination verschiedener Faktoren:

  • Längeres oder wiederholtes Abstützen auf dem Ellenbogen
  • Häufiges Beugen des Ellenbogens über längere Zeit
  • Anatomische Engstellen oder knöcherne Veränderungen
  • Vorangegangene Verletzungen, Frakturen oder Operationen im Ellenbogenbereich
  • Schwellungen oder entzündliche Prozesse


Diagnose


Die Diagnose basiert auf der Krankengeschichte, der klinischen Untersuchung und ergänzenden Tests:

  • Prüfung der Sensibilität, Kraft und Funktion der Hand sowie spezifischer Provokationstests
  • Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (Elektroneurographie) zur Beurteilung der Nervfunktion
  • Ultraschall oder MRT zur Darstellung von Einengungen oder Lageveränderungen des Nervs


Differentialdiagnosen


Sie umfassen andere Nervenkompressionssyndrome am Arm, Nervenwurzelreizungen der Halswirbelsäule, Läsionen des Nervenplexus oder Muskel- und Sehnenverletzungen.


Konservative Therapie


In frühen Stadien oder bei milden Beschwerden können nicht-operative Massnahmen sinnvoll sein:

  • Vermeidung von Druck auf den Ellenbogen
  • Anpassung belastender Tätigkeiten und Bewegungsgewohnheiten
  • Schienen, Lagerungshilfen oder Polsterung zur Entlastung
  • Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente
  • Physiotherapie oder Ergotherapie zur Entlastung des Nervs


Operative Therapie


Bei anhaltenden Beschwerden, zunehmenden Gefühlsstörungen oder Kraftverlust kann eine Operation erforderlich sein:

  • Dekompression des Nervs durch Freilegung der Engstelle
  • In ausgewählten Fällen Verlagerung des Nervs aus der knöchernen Rinne, um erneute Einengung zu verhindern


Nachbehandlung


Nach der Operation ist meist nur eine kurze Ruhigstellung notwendig. Anschliessend erfolgt eine schrittweise Mobilisierung des Arms, unterstützt durch Physiotherapie oder Ergotherapie. Die vollständige Erholung des Nervs kann mehrere Monate dauern.


Prognose


Mit rechtzeitiger Behandlung und konsequenter Nachbehandlung verbessern sich Schmerzen, Sensibilität und Kraft in der Regel deutlich.


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Das Sulcus-ulnaris-Syndrom, auch als Cubital-Tunnel-Syndrom bezeichnet, ist eine Nervenkompressions­erkrankung, bei der der Ellennerv (Nervus ulnaris) am Ellenbogen eingeengt wird. Der Nerv verläuft dort in einer knöchernen Rinne an der Innenseite des Ellenbogens, dem sogenannten Sulcus ulnaris. Durch Druck, Zug oder wiederholte Belastung kann es zu Funktionsstörungen des Nervs kommen, was typischerweise Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens und in den Fingern vier und fünf der Hand verursacht.


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich häufig schleichend und können im Verlauf zunehmen:

  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl im Ring- und Kleinfinger
  • Gefühlsminderung an der Kleinfingerseite der Hand
  • Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens, gelegentlich ausstrahlend in Unterarm oder Hand
  • Kraftverlust der Hand, insbesondere beim Spreizen und Schliessen der Finger
  • Ungeschicklichkeit bei feinmotorischen Tätigkeiten
  • In fortgeschrittenen Stadien sichtbarer Muskelschwund


Ursachen


Das Syndrom entsteht häufig durch eine Kombination verschiedener Faktoren:

  • Längeres oder wiederholtes Abstützen auf dem Ellenbogen
  • Häufiges Beugen des Ellenbogens über längere Zeit
  • Anatomische Engstellen oder knöcherne Veränderungen
  • Vorangegangene Verletzungen, Frakturen oder Operationen im Ellenbogenbereich
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Die Diagnose basiert auf der Krankengeschichte, der klinischen Untersuchung und ergänzenden Tests:

  • Prüfung der Sensibilität, Kraft und Funktion der Hand sowie spezifischer Provokationstests
  • Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (Elektroneurographie) zur Beurteilung der Nervfunktion
  • Ultraschall oder MRT zur Darstellung von Einengungen oder Lageveränderungen des Nervs


Differentialdiagnosen


Sie umfassen andere Nervenkompressionssyndrome am Arm, Nervenwurzelreizungen der Halswirbelsäule, Läsionen des Nervenplexus oder Muskel- und Sehnenverletzungen.


Konservative Therapie


In frühen Stadien oder bei milden Beschwerden können nicht-operative Massnahmen sinnvoll sein:

  • Vermeidung von Druck auf den Ellenbogen
  • Anpassung belastender Tätigkeiten und Bewegungsgewohnheiten
  • Schienen, Lagerungshilfen oder Polsterung zur Entlastung
  • Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente
  • Physiotherapie oder Ergotherapie zur Entlastung des Nervs


Operative Therapie


Bei anhaltenden Beschwerden, zunehmenden Gefühlsstörungen oder Kraftverlust kann eine Operation erforderlich sein:

  • Dekompression des Nervs durch Freilegung der Engstelle
  • In ausgewählten Fällen Verlagerung des Nervs aus der knöchernen Rinne, um erneute Einengung zu verhindern


Nachbehandlung


Nach der Operation ist meist nur eine kurze Ruhigstellung notwendig. Anschliessend erfolgt eine schrittweise Mobilisierung des Arms, unterstützt durch Physiotherapie oder Ergotherapie. Die vollständige Erholung des Nervs kann mehrere Monate dauern.


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Mit rechtzeitiger Behandlung und konsequenter Nachbehandlung verbessern sich Schmerzen, Sensibilität und Kraft in der Regel deutlich.


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Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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