Loge-de-Guyon-Syndrom

Autor:

Dr. med. Michael Brodbeck

Ärzte Hand-Team

Zurück zur Übersicht

Zusammenfassung

Das Loge-de-Guyon-Syndrom ist eine Einengung des Ellennervs am Handgelenk. Typisch sind Kribbeln, Taubheitsgefühle und Kraftverlust an der Kleinfingerseite der Hand. Die Behandlung erfolgt zunächst konservativ, bei anhaltenden Beschwerden kann eine operative Entlastung notwendig sein.

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Was ist das Loge-de-Guyon-Syndrom?


Das Loge-de-Guyon-Syndrom ist eine Einengung des Ellennervs (Nervus ulnaris) im Bereich des Handgelenks. Der Nerv verläuft dort durch einen engen Kanal auf der Kleinfingerseite der Hand, die sogenannte Loge de Guyon. Kommt es in diesem Bereich zu Druck auf den Nerv, können sensible und/oder motorische Störungen der Hand auftreten. Das Krankheitsbild wird auch als Ulnarisneuropathie am Handgelenk bezeichnet.


Ursachen und Risikofaktoren


Eine Einengung des Ellennervs in der Loge de Guyon kann verschiedene Ursachen haben:

  • Ganglien oder andere Raumforderungen im Bereich des Handgelenks
  • Wiederholte Belastung oder Druck auf das Handgelenk, z. B. beim Velofahren oder Arbeiten mit aufgestütztem Handgelenk
  • Verletzungen des Handgelenks oder der Handwurzel
  • Gefässveränderungen oder anatomische Varianten


Symptome


Die Beschwerden hängen davon ab, welcher Abschnitt des Nervs betroffen ist und können unterschiedlich ausgeprägt sein:

  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle im Kleinfinger und im ulnaren Anteil des Ringfingers
  • Gefühlsminderung an der Kleinfingerseite der Handfläche
  • Kraftverlust der Hand, insbesondere beim Spreizen und Schliessen der Finger
  • Ungeschicklichkeit bei feinmotorischen Tätigkeiten
  • In fortgeschrittenen Fällen sichtbarer Muskelschwund der kleinen Handmuskeln


Im Unterschied zum Sulcus-ulnaris-Syndrom fehlen meist Gefühlsstörungen am Handrücken.


Diagnose


Die Diagnose wird anhand der Krankengeschichte, der klinischen Untersuchung und ergänzender Untersuchungen gestellt.

  • Klinische Untersuchung: Prüfung der Sensibilität, der Muskelkraft und der Feinmotorik der Hand
  • Elektroneurographie (ENG/EMG): Messung der Nervenleitgeschwindigkeit zur Bestätigung der Nervenkompression und zur Abgrenzung gegenüber anderen Ulnarisneuropathien
  • Ultraschall: Darstellung des Ellennervs und möglicher raumfordernder Ursachen wie Ganglien
  • MRT: In ausgewählten Fällen zur detaillierten Beurteilung der Weichteilstrukturen


Differentialdiagnose


Bei ähnlicher Symptomatik sollten andere Ursachen ausgeschlossen werden:

  • Sulcus-ulnaris-Syndrom (Ellennerv-Einengung am Ellenbogen)
  • Zervikale Nervenwurzelreizungen
  • Polyneuropathien
  • Sehnenscheidenentzündungen oder andere Erkrankungen des Handgelenks


Konservative Therapie


In frühen Stadien oder bei milden Beschwerden kann eine nicht-operative Behandlung sinnvoll sein:

  • Vermeidung von Druck: Anpassung belastender Tätigkeiten und Vermeidung von Dauerbelastung des Handgelenks
  • Polsterung oder Schiene: Entlastung der betroffenen Region, insbesondere bei nächtlichen Beschwerden
  • Medikamentöse Therapie: Entzündungshemmende Schmerzmittel bei Bedarf
  • Ergotherapie: Schulung nervenschonender Bewegungsabläufe und Förderung der Handfunktion


Operative Therapie


Persistieren die Beschwerden trotz konservativer Therapie oder besteht ein fortschreitender Kraftverlust, kann eine operative Behandlung notwendig werden.

  • Dekompression der Loge de Guyon: Operative Entlastung des Ellennervs durch Erweiterung des Kanals und Entfernung möglicher raumfordernder Ursachen.


Nachbehandlung


Nach der Operation erfolgt meist eine kurze Ruhigstellung der Hand. Anschliessend ist eine schrittweise Mobilisation sowie eine gezielte ergotherapeutische Nachbehandlung sinnvoll, um Kraft, Beweglichkeit und Feinmotorik wiederherzustellen. Die Erholung des Nervs kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.


Weitere Informationen


Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über das Loge-de-Guyon-Syndrom geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Das Loge-de-Guyon-Syndrom ist eine Einengung des Ellennervs am Handgelenk. Typisch sind Kribbeln, Taubheitsgefühle und Kraftverlust an der Kleinfingerseite der Hand. Die Behandlung erfolgt zunächst konservativ, bei anhaltenden Beschwerden kann eine operative Entlastung notwendig sein.

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Was ist das Loge-de-Guyon-Syndrom?


Das Loge-de-Guyon-Syndrom ist eine Einengung des Ellennervs (Nervus ulnaris) im Bereich des Handgelenks. Der Nerv verläuft dort durch einen engen Kanal auf der Kleinfingerseite der Hand, die sogenannte Loge de Guyon. Kommt es in diesem Bereich zu Druck auf den Nerv, können sensible und/oder motorische Störungen der Hand auftreten. Das Krankheitsbild wird auch als Ulnarisneuropathie am Handgelenk bezeichnet.


Ursachen und Risikofaktoren


Eine Einengung des Ellennervs in der Loge de Guyon kann verschiedene Ursachen haben:

  • Ganglien oder andere Raumforderungen im Bereich des Handgelenks
  • Wiederholte Belastung oder Druck auf das Handgelenk, z. B. beim Velofahren oder Arbeiten mit aufgestütztem Handgelenk
  • Verletzungen des Handgelenks oder der Handwurzel
  • Gefässveränderungen oder anatomische Varianten


Symptome


Die Beschwerden hängen davon ab, welcher Abschnitt des Nervs betroffen ist und können unterschiedlich ausgeprägt sein:

  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle im Kleinfinger und im ulnaren Anteil des Ringfingers
  • Gefühlsminderung an der Kleinfingerseite der Handfläche
  • Kraftverlust der Hand, insbesondere beim Spreizen und Schliessen der Finger
  • Ungeschicklichkeit bei feinmotorischen Tätigkeiten
  • In fortgeschrittenen Fällen sichtbarer Muskelschwund der kleinen Handmuskeln


Im Unterschied zum Sulcus-ulnaris-Syndrom fehlen meist Gefühlsstörungen am Handrücken.


Diagnose


Die Diagnose wird anhand der Krankengeschichte, der klinischen Untersuchung und ergänzender Untersuchungen gestellt.

  • Klinische Untersuchung: Prüfung der Sensibilität, der Muskelkraft und der Feinmotorik der Hand
  • Elektroneurographie (ENG/EMG): Messung der Nervenleitgeschwindigkeit zur Bestätigung der Nervenkompression und zur Abgrenzung gegenüber anderen Ulnarisneuropathien
  • Ultraschall: Darstellung des Ellennervs und möglicher raumfordernder Ursachen wie Ganglien
  • MRT: In ausgewählten Fällen zur detaillierten Beurteilung der Weichteilstrukturen


Differentialdiagnose


Bei ähnlicher Symptomatik sollten andere Ursachen ausgeschlossen werden:

  • Sulcus-ulnaris-Syndrom (Ellennerv-Einengung am Ellenbogen)
  • Zervikale Nervenwurzelreizungen
  • Polyneuropathien
  • Sehnenscheidenentzündungen oder andere Erkrankungen des Handgelenks


Konservative Therapie


In frühen Stadien oder bei milden Beschwerden kann eine nicht-operative Behandlung sinnvoll sein:

  • Vermeidung von Druck: Anpassung belastender Tätigkeiten und Vermeidung von Dauerbelastung des Handgelenks
  • Polsterung oder Schiene: Entlastung der betroffenen Region, insbesondere bei nächtlichen Beschwerden
  • Medikamentöse Therapie: Entzündungshemmende Schmerzmittel bei Bedarf
  • Ergotherapie: Schulung nervenschonender Bewegungsabläufe und Förderung der Handfunktion


Operative Therapie


Persistieren die Beschwerden trotz konservativer Therapie oder besteht ein fortschreitender Kraftverlust, kann eine operative Behandlung notwendig werden.

  • Dekompression der Loge de Guyon: Operative Entlastung des Ellennervs durch Erweiterung des Kanals und Entfernung möglicher raumfordernder Ursachen.


Nachbehandlung


Nach der Operation erfolgt meist eine kurze Ruhigstellung der Hand. Anschliessend ist eine schrittweise Mobilisation sowie eine gezielte ergotherapeutische Nachbehandlung sinnvoll, um Kraft, Beweglichkeit und Feinmotorik wiederherzustellen. Die Erholung des Nervs kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.


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Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über das Loge-de-Guyon-Syndrom geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Das Loge-de-Guyon-Syndrom ist eine Einengung des Ellennervs (Nervus ulnaris) im Bereich des Handgelenks. Der Nerv verläuft dort durch einen engen Kanal auf der Kleinfingerseite der Hand, die sogenannte Loge de Guyon. Kommt es in diesem Bereich zu Druck auf den Nerv, können sensible und/oder motorische Störungen der Hand auftreten. Das Krankheitsbild wird auch als Ulnarisneuropathie am Handgelenk bezeichnet.


Ursachen und Risikofaktoren


Eine Einengung des Ellennervs in der Loge de Guyon kann verschiedene Ursachen haben:

  • Ganglien oder andere Raumforderungen im Bereich des Handgelenks
  • Wiederholte Belastung oder Druck auf das Handgelenk, z. B. beim Velofahren oder Arbeiten mit aufgestütztem Handgelenk
  • Verletzungen des Handgelenks oder der Handwurzel
  • Gefässveränderungen oder anatomische Varianten


Symptome


Die Beschwerden hängen davon ab, welcher Abschnitt des Nervs betroffen ist und können unterschiedlich ausgeprägt sein:

  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle im Kleinfinger und im ulnaren Anteil des Ringfingers
  • Gefühlsminderung an der Kleinfingerseite der Handfläche
  • Kraftverlust der Hand, insbesondere beim Spreizen und Schliessen der Finger
  • Ungeschicklichkeit bei feinmotorischen Tätigkeiten
  • In fortgeschrittenen Fällen sichtbarer Muskelschwund der kleinen Handmuskeln


Im Unterschied zum Sulcus-ulnaris-Syndrom fehlen meist Gefühlsstörungen am Handrücken.


Diagnose


Die Diagnose wird anhand der Krankengeschichte, der klinischen Untersuchung und ergänzender Untersuchungen gestellt.

  • Klinische Untersuchung: Prüfung der Sensibilität, der Muskelkraft und der Feinmotorik der Hand
  • Elektroneurographie (ENG/EMG): Messung der Nervenleitgeschwindigkeit zur Bestätigung der Nervenkompression und zur Abgrenzung gegenüber anderen Ulnarisneuropathien
  • Ultraschall: Darstellung des Ellennervs und möglicher raumfordernder Ursachen wie Ganglien
  • MRT: In ausgewählten Fällen zur detaillierten Beurteilung der Weichteilstrukturen


Differentialdiagnose


Bei ähnlicher Symptomatik sollten andere Ursachen ausgeschlossen werden:

  • Sulcus-ulnaris-Syndrom (Ellennerv-Einengung am Ellenbogen)
  • Zervikale Nervenwurzelreizungen
  • Polyneuropathien
  • Sehnenscheidenentzündungen oder andere Erkrankungen des Handgelenks


Konservative Therapie


In frühen Stadien oder bei milden Beschwerden kann eine nicht-operative Behandlung sinnvoll sein:

  • Vermeidung von Druck: Anpassung belastender Tätigkeiten und Vermeidung von Dauerbelastung des Handgelenks
  • Polsterung oder Schiene: Entlastung der betroffenen Region, insbesondere bei nächtlichen Beschwerden
  • Medikamentöse Therapie: Entzündungshemmende Schmerzmittel bei Bedarf
  • Ergotherapie: Schulung nervenschonender Bewegungsabläufe und Förderung der Handfunktion


Operative Therapie


Persistieren die Beschwerden trotz konservativer Therapie oder besteht ein fortschreitender Kraftverlust, kann eine operative Behandlung notwendig werden.

  • Dekompression der Loge de Guyon: Operative Entlastung des Ellennervs durch Erweiterung des Kanals und Entfernung möglicher raumfordernder Ursachen.


Nachbehandlung


Nach der Operation erfolgt meist eine kurze Ruhigstellung der Hand. Anschliessend ist eine schrittweise Mobilisation sowie eine gezielte ergotherapeutische Nachbehandlung sinnvoll, um Kraft, Beweglichkeit und Feinmotorik wiederherzustellen. Die Erholung des Nervs kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.


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Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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