GLA:D®

Autor:

Hüft-Team

Ärzte Hüft-Team

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Zusammenfassung

Das GLAD-Programm (Good Life with osteoArthritis in Denmark) ist ein evidenzbasiertes, strukturiertes Behandlungsprogramm zur konservativen Therapie von Hüft- und Kniearthrose, das Patientenedukation mit einem supervidierten neuromuskulären Übungsprogramm kombiniert. Über sechs Wochen nehmen die Teilnehmenden an zwei theoretischen Sitzungen und zwölf Trainingseinheiten teil, um durch gezielte Übungen die Gelenkfunktion zu verbessern, Schmerzen zu reduzieren und die Lebensqualität zu steigern. Durch konsequente Durchführung und langfristige Fortsetzung der Übungen können operative Eingriffe hinausgezögert oder vermieden werden.

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Was ist GLA:D®?


GLAD (GLA:D® – Good Life with osteoArthritis in Denmark) ist ein international anerkanntes, evidenzbasiertes Programm zur konservativen Behandlung von Hüft- und Kniearthrose. Das Programm wurde in Dänemark entwickelt und kombiniert Patientenedukation mit einem strukturierten, supervidierten Übungsprogramm. GLAD befähigt Menschen mit Arthrose, ihre Beschwerden aktiv zu beeinflussen, die Gelenkfunktion zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Durch konsequente Teilnahme können Schmerzen reduziert, die Beweglichkeit verbessert und operative Eingriffe hinausgezögert oder vermieden werden.


Ursachen


Die Ursachen der Arthrose sind vielfältig. Meist liegt eine Kombination mehrerer Faktoren vor:

  • Primäre (idiopathische) Arthrose ohne erkennbare Ursache, häufig im höheren Lebensalter.
  • Übergewicht mit erhöhter Belastung der tragenden Gelenke.
  • Fehlstellungen wie X-Beine, O-Beine oder Hüftdysplasie.
  • Frühere Verletzungen, Frakturen oder Meniskusschäden.
  • Überlastung durch berufliche oder sportliche Aktivitäten.
  • Entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis.
  • Genetische Veranlagung und familiäre Häufung.


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend über Monate bis Jahre und können im Verlauf zunehmen:

  • Belastungsabhängige Schmerzen im betroffenen Gelenk, später auch in Ruhe.
  • Anlaufschmerzen nach längeren Ruhephasen, die sich durch Bewegung bessern können.
  • Zunehmende Bewegungseinschränkung und Steifigkeit des Gelenks.
  • Schwellungen und Überwärmung bei aktivierter Arthrose.
  • Krepitation oder Knirschen bei Bewegungen.
  • Kraftverlust und Gangstörungen.
  • Nächtliche Schmerzen, die den Schlaf beeinträchtigen.
  • Unsicherheit und Angst vor Bewegung aufgrund der Beschwerden.


Diagnose


Die Diagnose wird anhand der Befragung, der klinischen Untersuchung und ergänzender Untersuchungen gestellt.

  • Klinische Untersuchung: Beurteilung der Beweglichkeit, Kraft, Gangbild und Schmerzlokalisation sowie Erfassung von Fehlstellungen.
  • Röntgenuntersuchung: Darstellung des Gelenkspalts, knöcherner Anbauten (Osteophyten) und struktureller Veränderungen zur Bestimmung des Arthrose-Schweregrades.
  • MRT (Magnetresonanztomographie): Bei unklaren Befunden zur Beurteilung von Knorpel, Menisken, Bändern und Weichteilen.
  • Funktionsfragebögen: Standardisierte Erfassung der Beschwerden und Funktionseinschränkungen zu Beginn und im Verlauf des GLAD-Programms.


Differentialdiagnosen


Bei ähnlichen Beschwerden sollten andere Ursachen in Betracht gezogen werden, unter anderem:

  • Entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Psoriasisarthritis.
  • Meniskusschäden oder Kreuzbandverletzungen am Knie.
  • Hüftimpingement (femoroacetabuläres Impingement).
  • Schleimbeutelentzündungen (Bursitis).
  • Avaskuläre Knochennekrose.
  • Nervenkompressionssyndrome mit ausstrahlenden Schmerzen.
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).


Das GLAD-Programm als konservative Therapie


GLAD stellt einen strukturierten, evidenzbasierten Ansatz zur konservativen Behandlung der Hüft- und Kniearthrose dar und umfasst folgende Kernelemente:

  • Patientenedukation: Zwei theoretische Sitzungen vermitteln fundiertes Wissen über Arthrose, deren Entstehung, den Verlauf und die Bedeutung von Bewegung und Training für den Krankheitsverlauf.
  • Neuromuskuläres Übungsprogramm: Zwölf supervidierte Trainingseinheiten über sechs Wochen mit gezielten Übungen zur Kräftigung der gelenkstabilisierenden Muskulatur, Verbesserung der Bewegungskontrolle und Steigerung der funktionellen Leistungsfähigkeit.
  • Individualisierung: Anpassung der Übungen an den individuellen Schweregrad der Arthrose und das persönliche Leistungsniveau unter Anleitung speziell ausgebildeter GLAD-Physiotherapeuten.
  • Selbstmanagement: Befähigung der Teilnehmenden zum eigenständigen, langfristigen Training und zur aktiven Beeinflussung ihrer Beschwerden.
  • Verlaufserfassung: Systematische Messung der Behandlungsergebnisse durch standardisierte Fragebögen zu Beginn, am Ende und nach drei, sechs und zwölf Monaten.
  • Gruppensetting: Training in kleinen Gruppen zur gegenseitigen Motivation und zum Erfahrungsaustausch.


Ergänzende konservative Massnahmen bei Arthrose


Zusätzlich zum GLAD-Programm können weitere konservative Therapien die Behandlung unterstützen:

  • Gewichtsreduktion: Bei Übergewicht kann eine Gewichtsabnahme die Gelenkbelastung deutlich reduzieren und Beschwerden lindern.
  • Medikamente: Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR), Paracetamol oder Metamizol zur symptomatischen Schmerzlinderung bei Bedarf.
  • Gelenkinjektionen: Kortison-Injektionen bei aktivierter Arthrose oder Hyaluronsäure-Injektionen in ausgewählten Fällen.
  • Physikalische Therapie: Wärme- oder Kälteanwendungen zur Schmerzlinderung.
  • Hilfsmittel: Gehhilfen, Schuheinlagen oder Bandagen zur temporären Entlastung und Stabilisierung der Gelenke.
  • Anpassung von Aktivitäten: Förderung gelenkschonender Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Walking bei gleichzeitiger Vermeidung übermässiger Belastungsspitzen.


Langfristige Betreuung nach GLAD


Nach Abschluss des sechswöchigen GLAD-Programms ist die langfristige Fortsetzung der Übungen entscheidend für den anhaltenden Therapieerfolg. Die Teilnehmenden werden ermutigt, das Training selbständig fortzuführen und körperliche Aktivität dauerhaft in ihren Alltag zu integrieren. Regelmässige Nachkontrollen durch standardisierte Fragebögen nach drei, sechs und zwölf Monaten ermöglichen die Erfassung der Langzeitergebnisse. Bei Bedarf können Auffrischungskurse oder ergänzende physiotherapeutische Massnahmen in Anspruch genommen werden.


Weitere Informationen zu GLAD


Das GLAD-Programm hat sich international als wirksame konservative Therapie bei Hüft- und Kniearthrose etabliert. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Information zur Teilnahme am GLAD-Programm vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer orthopädischen Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen. Das GLAD Programm wird in unserer hauseigenen Physiotherapie und weiteren Partner Physiotherapien angeboten.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Orthopädie Rosenberg

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08:00 -18:00 Uhr

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Das GLAD-Programm (Good Life with osteoArthritis in Denmark) ist ein evidenzbasiertes, strukturiertes Behandlungsprogramm zur konservativen Therapie von Hüft- und Kniearthrose, das Patientenedukation mit einem supervidierten neuromuskulären Übungsprogramm kombiniert. Über sechs Wochen nehmen die Teilnehmenden an zwei theoretischen Sitzungen und zwölf Trainingseinheiten teil, um durch gezielte Übungen die Gelenkfunktion zu verbessern, Schmerzen zu reduzieren und die Lebensqualität zu steigern. Durch konsequente Durchführung und langfristige Fortsetzung der Übungen können operative Eingriffe hinausgezögert oder vermieden werden.

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Was ist GLA:D®?


GLAD (GLA:D® – Good Life with osteoArthritis in Denmark) ist ein international anerkanntes, evidenzbasiertes Programm zur konservativen Behandlung von Hüft- und Kniearthrose. Das Programm wurde in Dänemark entwickelt und kombiniert Patientenedukation mit einem strukturierten, supervidierten Übungsprogramm. GLAD befähigt Menschen mit Arthrose, ihre Beschwerden aktiv zu beeinflussen, die Gelenkfunktion zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Durch konsequente Teilnahme können Schmerzen reduziert, die Beweglichkeit verbessert und operative Eingriffe hinausgezögert oder vermieden werden.


Ursachen


Die Ursachen der Arthrose sind vielfältig. Meist liegt eine Kombination mehrerer Faktoren vor:

  • Primäre (idiopathische) Arthrose ohne erkennbare Ursache, häufig im höheren Lebensalter.
  • Übergewicht mit erhöhter Belastung der tragenden Gelenke.
  • Fehlstellungen wie X-Beine, O-Beine oder Hüftdysplasie.
  • Frühere Verletzungen, Frakturen oder Meniskusschäden.
  • Überlastung durch berufliche oder sportliche Aktivitäten.
  • Entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis.
  • Genetische Veranlagung und familiäre Häufung.


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend über Monate bis Jahre und können im Verlauf zunehmen:

  • Belastungsabhängige Schmerzen im betroffenen Gelenk, später auch in Ruhe.
  • Anlaufschmerzen nach längeren Ruhephasen, die sich durch Bewegung bessern können.
  • Zunehmende Bewegungseinschränkung und Steifigkeit des Gelenks.
  • Schwellungen und Überwärmung bei aktivierter Arthrose.
  • Krepitation oder Knirschen bei Bewegungen.
  • Kraftverlust und Gangstörungen.
  • Nächtliche Schmerzen, die den Schlaf beeinträchtigen.
  • Unsicherheit und Angst vor Bewegung aufgrund der Beschwerden.


Diagnose


Die Diagnose wird anhand der Befragung, der klinischen Untersuchung und ergänzender Untersuchungen gestellt.

  • Klinische Untersuchung: Beurteilung der Beweglichkeit, Kraft, Gangbild und Schmerzlokalisation sowie Erfassung von Fehlstellungen.
  • Röntgenuntersuchung: Darstellung des Gelenkspalts, knöcherner Anbauten (Osteophyten) und struktureller Veränderungen zur Bestimmung des Arthrose-Schweregrades.
  • MRT (Magnetresonanztomographie): Bei unklaren Befunden zur Beurteilung von Knorpel, Menisken, Bändern und Weichteilen.
  • Funktionsfragebögen: Standardisierte Erfassung der Beschwerden und Funktionseinschränkungen zu Beginn und im Verlauf des GLAD-Programms.


Differentialdiagnosen


Bei ähnlichen Beschwerden sollten andere Ursachen in Betracht gezogen werden, unter anderem:

  • Entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Psoriasisarthritis.
  • Meniskusschäden oder Kreuzbandverletzungen am Knie.
  • Hüftimpingement (femoroacetabuläres Impingement).
  • Schleimbeutelentzündungen (Bursitis).
  • Avaskuläre Knochennekrose.
  • Nervenkompressionssyndrome mit ausstrahlenden Schmerzen.
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).


Das GLAD-Programm als konservative Therapie


GLAD stellt einen strukturierten, evidenzbasierten Ansatz zur konservativen Behandlung der Hüft- und Kniearthrose dar und umfasst folgende Kernelemente:

  • Patientenedukation: Zwei theoretische Sitzungen vermitteln fundiertes Wissen über Arthrose, deren Entstehung, den Verlauf und die Bedeutung von Bewegung und Training für den Krankheitsverlauf.
  • Neuromuskuläres Übungsprogramm: Zwölf supervidierte Trainingseinheiten über sechs Wochen mit gezielten Übungen zur Kräftigung der gelenkstabilisierenden Muskulatur, Verbesserung der Bewegungskontrolle und Steigerung der funktionellen Leistungsfähigkeit.
  • Individualisierung: Anpassung der Übungen an den individuellen Schweregrad der Arthrose und das persönliche Leistungsniveau unter Anleitung speziell ausgebildeter GLAD-Physiotherapeuten.
  • Selbstmanagement: Befähigung der Teilnehmenden zum eigenständigen, langfristigen Training und zur aktiven Beeinflussung ihrer Beschwerden.
  • Verlaufserfassung: Systematische Messung der Behandlungsergebnisse durch standardisierte Fragebögen zu Beginn, am Ende und nach drei, sechs und zwölf Monaten.
  • Gruppensetting: Training in kleinen Gruppen zur gegenseitigen Motivation und zum Erfahrungsaustausch.


Ergänzende konservative Massnahmen bei Arthrose


Zusätzlich zum GLAD-Programm können weitere konservative Therapien die Behandlung unterstützen:

  • Gewichtsreduktion: Bei Übergewicht kann eine Gewichtsabnahme die Gelenkbelastung deutlich reduzieren und Beschwerden lindern.
  • Medikamente: Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR), Paracetamol oder Metamizol zur symptomatischen Schmerzlinderung bei Bedarf.
  • Gelenkinjektionen: Kortison-Injektionen bei aktivierter Arthrose oder Hyaluronsäure-Injektionen in ausgewählten Fällen.
  • Physikalische Therapie: Wärme- oder Kälteanwendungen zur Schmerzlinderung.
  • Hilfsmittel: Gehhilfen, Schuheinlagen oder Bandagen zur temporären Entlastung und Stabilisierung der Gelenke.
  • Anpassung von Aktivitäten: Förderung gelenkschonender Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Walking bei gleichzeitiger Vermeidung übermässiger Belastungsspitzen.


Langfristige Betreuung nach GLAD


Nach Abschluss des sechswöchigen GLAD-Programms ist die langfristige Fortsetzung der Übungen entscheidend für den anhaltenden Therapieerfolg. Die Teilnehmenden werden ermutigt, das Training selbständig fortzuführen und körperliche Aktivität dauerhaft in ihren Alltag zu integrieren. Regelmässige Nachkontrollen durch standardisierte Fragebögen nach drei, sechs und zwölf Monaten ermöglichen die Erfassung der Langzeitergebnisse. Bei Bedarf können Auffrischungskurse oder ergänzende physiotherapeutische Massnahmen in Anspruch genommen werden.


Weitere Informationen zu GLAD


Das GLAD-Programm hat sich international als wirksame konservative Therapie bei Hüft- und Kniearthrose etabliert. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Information zur Teilnahme am GLAD-Programm vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer orthopädischen Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen. Das GLAD Programm wird in unserer hauseigenen Physiotherapie und weiteren Partner Physiotherapien angeboten.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Das GLAD-Programm (Good Life with osteoArthritis in Denmark) ist ein evidenzbasiertes, strukturiertes Behandlungsprogramm zur konservativen Therapie von Hüft- und Kniearthrose, das Patientenedukation mit einem supervidierten neuromuskulären Übungsprogramm kombiniert. Über sechs Wochen nehmen die Teilnehmenden an zwei theoretischen Sitzungen und zwölf Trainingseinheiten teil, um durch gezielte Übungen die Gelenkfunktion zu verbessern, Schmerzen zu reduzieren und die Lebensqualität zu steigern. Durch konsequente Durchführung und langfristige Fortsetzung der Übungen können operative Eingriffe hinausgezögert oder vermieden werden.

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GLAD (GLA:D® – Good Life with osteoArthritis in Denmark) ist ein international anerkanntes, evidenzbasiertes Programm zur konservativen Behandlung von Hüft- und Kniearthrose. Das Programm wurde in Dänemark entwickelt und kombiniert Patientenedukation mit einem strukturierten, supervidierten Übungsprogramm. GLAD befähigt Menschen mit Arthrose, ihre Beschwerden aktiv zu beeinflussen, die Gelenkfunktion zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Durch konsequente Teilnahme können Schmerzen reduziert, die Beweglichkeit verbessert und operative Eingriffe hinausgezögert oder vermieden werden.


Ursachen


Die Ursachen der Arthrose sind vielfältig. Meist liegt eine Kombination mehrerer Faktoren vor:

  • Primäre (idiopathische) Arthrose ohne erkennbare Ursache, häufig im höheren Lebensalter.
  • Übergewicht mit erhöhter Belastung der tragenden Gelenke.
  • Fehlstellungen wie X-Beine, O-Beine oder Hüftdysplasie.
  • Frühere Verletzungen, Frakturen oder Meniskusschäden.
  • Überlastung durch berufliche oder sportliche Aktivitäten.
  • Entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis.
  • Genetische Veranlagung und familiäre Häufung.


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend über Monate bis Jahre und können im Verlauf zunehmen:

  • Belastungsabhängige Schmerzen im betroffenen Gelenk, später auch in Ruhe.
  • Anlaufschmerzen nach längeren Ruhephasen, die sich durch Bewegung bessern können.
  • Zunehmende Bewegungseinschränkung und Steifigkeit des Gelenks.
  • Schwellungen und Überwärmung bei aktivierter Arthrose.
  • Krepitation oder Knirschen bei Bewegungen.
  • Kraftverlust und Gangstörungen.
  • Nächtliche Schmerzen, die den Schlaf beeinträchtigen.
  • Unsicherheit und Angst vor Bewegung aufgrund der Beschwerden.


Diagnose


Die Diagnose wird anhand der Befragung, der klinischen Untersuchung und ergänzender Untersuchungen gestellt.

  • Klinische Untersuchung: Beurteilung der Beweglichkeit, Kraft, Gangbild und Schmerzlokalisation sowie Erfassung von Fehlstellungen.
  • Röntgenuntersuchung: Darstellung des Gelenkspalts, knöcherner Anbauten (Osteophyten) und struktureller Veränderungen zur Bestimmung des Arthrose-Schweregrades.
  • MRT (Magnetresonanztomographie): Bei unklaren Befunden zur Beurteilung von Knorpel, Menisken, Bändern und Weichteilen.
  • Funktionsfragebögen: Standardisierte Erfassung der Beschwerden und Funktionseinschränkungen zu Beginn und im Verlauf des GLAD-Programms.


Differentialdiagnosen


Bei ähnlichen Beschwerden sollten andere Ursachen in Betracht gezogen werden, unter anderem:

  • Entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Psoriasisarthritis.
  • Meniskusschäden oder Kreuzbandverletzungen am Knie.
  • Hüftimpingement (femoroacetabuläres Impingement).
  • Schleimbeutelentzündungen (Bursitis).
  • Avaskuläre Knochennekrose.
  • Nervenkompressionssyndrome mit ausstrahlenden Schmerzen.
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).


Das GLAD-Programm als konservative Therapie


GLAD stellt einen strukturierten, evidenzbasierten Ansatz zur konservativen Behandlung der Hüft- und Kniearthrose dar und umfasst folgende Kernelemente:

  • Patientenedukation: Zwei theoretische Sitzungen vermitteln fundiertes Wissen über Arthrose, deren Entstehung, den Verlauf und die Bedeutung von Bewegung und Training für den Krankheitsverlauf.
  • Neuromuskuläres Übungsprogramm: Zwölf supervidierte Trainingseinheiten über sechs Wochen mit gezielten Übungen zur Kräftigung der gelenkstabilisierenden Muskulatur, Verbesserung der Bewegungskontrolle und Steigerung der funktionellen Leistungsfähigkeit.
  • Individualisierung: Anpassung der Übungen an den individuellen Schweregrad der Arthrose und das persönliche Leistungsniveau unter Anleitung speziell ausgebildeter GLAD-Physiotherapeuten.
  • Selbstmanagement: Befähigung der Teilnehmenden zum eigenständigen, langfristigen Training und zur aktiven Beeinflussung ihrer Beschwerden.
  • Verlaufserfassung: Systematische Messung der Behandlungsergebnisse durch standardisierte Fragebögen zu Beginn, am Ende und nach drei, sechs und zwölf Monaten.
  • Gruppensetting: Training in kleinen Gruppen zur gegenseitigen Motivation und zum Erfahrungsaustausch.


Ergänzende konservative Massnahmen bei Arthrose


Zusätzlich zum GLAD-Programm können weitere konservative Therapien die Behandlung unterstützen:

  • Gewichtsreduktion: Bei Übergewicht kann eine Gewichtsabnahme die Gelenkbelastung deutlich reduzieren und Beschwerden lindern.
  • Medikamente: Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR), Paracetamol oder Metamizol zur symptomatischen Schmerzlinderung bei Bedarf.
  • Gelenkinjektionen: Kortison-Injektionen bei aktivierter Arthrose oder Hyaluronsäure-Injektionen in ausgewählten Fällen.
  • Physikalische Therapie: Wärme- oder Kälteanwendungen zur Schmerzlinderung.
  • Hilfsmittel: Gehhilfen, Schuheinlagen oder Bandagen zur temporären Entlastung und Stabilisierung der Gelenke.
  • Anpassung von Aktivitäten: Förderung gelenkschonender Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Walking bei gleichzeitiger Vermeidung übermässiger Belastungsspitzen.


Langfristige Betreuung nach GLAD


Nach Abschluss des sechswöchigen GLAD-Programms ist die langfristige Fortsetzung der Übungen entscheidend für den anhaltenden Therapieerfolg. Die Teilnehmenden werden ermutigt, das Training selbständig fortzuführen und körperliche Aktivität dauerhaft in ihren Alltag zu integrieren. Regelmässige Nachkontrollen durch standardisierte Fragebögen nach drei, sechs und zwölf Monaten ermöglichen die Erfassung der Langzeitergebnisse. Bei Bedarf können Auffrischungskurse oder ergänzende physiotherapeutische Massnahmen in Anspruch genommen werden.


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Das GLAD-Programm hat sich international als wirksame konservative Therapie bei Hüft- und Kniearthrose etabliert. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Information zur Teilnahme am GLAD-Programm vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer orthopädischen Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen. Das GLAD Programm wird in unserer hauseigenen Physiotherapie und weiteren Partner Physiotherapien angeboten.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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