Glutealsehnen Verletzung

Autor:

Hüft Team

Ärzte Hüft-Team

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Zusammenfassung

Eine Glutealsehnen-Verletzung ist eine teilweise oder vollständige Schädigung der Sehnen des Musculus gluteus medius und/oder minimus am Trochanter major, die für die Stabilisierung des Beckens beim Gehen wichtig sind und häufig mit seitlichen Hüftschmerzen sowie Hinken einhergehen. Ursachen sind meist degenerative Veränderungen, Überlastung oder ein Sturz, wobei die Diagnose klinisch sowie mittels Ultraschall oder MRT gestellt wird. Die Behandlung erfolgt je nach Ausmass konservativ mit Physiotherapie und Schmerztherapie oder operativ durch Refixation bzw. Rekonstruktion der abgerissenen Sehne mit anschliessender mehrmonatiger Rehabilitation.

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Was ist eine Glutealsehnen-Verletzung oder ein Glutealsehnen-Abriss?


Eine Glutealsehnen-Verletzung (Glutealsehnenruptur oder Abriss der Gesässmuskulatur) bezeichnet eine teilweise oder vollständige Schädigung der Sehnen des Musculus gluteus medius und/oder des Musculus gluteus minimus im Bereich ihres Ansatzes am grossen Rollhügel (Trochanter major) des Oberschenkelknochens. Diese Sehnen sind für die Stabilisierung des Beckens beim Gehen und Stehen unverzichtbar. Glutealsehnen-Verletzungen werden häufig unterschätzt und lange Zeit fehldiagnostiziert, da ihre Symptome jenen anderer Hüfterkrankungen ähneln. Sie gelten als die «Schulterrotatorenmanschetten-Verletzung der Hüfte».


Ursachen


Die Ursachen sind vielfältig. Meist liegt eine Kombination mehrerer Faktoren vor:

  • Degenerativer Sehnenabbau (Tendinopathie): Altersbedingte Veränderungen der Sehnenstruktur, die zu einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit führen
  • Akutes Trauma: Sturz auf die Hüfte oder plötzliche Überlastung mit direktem Abriss der Sehne vom Knochenansatz
  • Chronische Überlastung: Repetitive Belastungen insbesondere bei Laufsportarten oder körperlich anspruchsvoller Arbeit
  • Anatomische Risikofaktoren: Weibliches Geschlecht, breites Becken (grösserer Schenkelhalswinkel), Übergewicht sowie vorangehende Hüftoperationen
  • Iatrogene Ursachen: Schädigung der Glutealsehnen im Rahmen einer vorangehenden Hüft-TEP-Implantation über einen seitlichen Zugang


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich oft schleichend und können im Verlauf zunehmen:

  • Schmerzen seitlich an der Hüfte, typischerweise über dem Trochanter major, die bei längerem Gehen, Treppensteigen oder beim Liegen auf der betroffenen Seite verstärkt auftreten
  • Schwäche der Hüftabduktoren mit Hinken (Trendelenburg-Hinken) und Instabilitätsgefühl beim Einbeinstand
  • Druckschmerzhaftigkeit direkt über dem Trochanter major
  • Einschränkung alltäglicher Aktivitäten wie längeres Gehen, Treppensteigen oder Aufstehen aus dem Sitzen


Diagnose


Die Diagnose wird anhand der Krankengeschichte, der klinischen Untersuchung und ergänzender Untersuchungen gestellt

  • Klinische Untersuchung: Beurteilung der Hüftabduktionskraft, Inspektion des Gangbilds sowie Durchführung spezifischer Tests wie dem Trendelenburg-Test und dem Einbeinstand-Test
  • Ultraschall: Dynamische Darstellung der Glutealsehnen und Nachweis von Teilrissen, vollständigen Rupturen oder Sehnenveränderungen am Trochanteransatz
  • MRT (Magnetresonanztomographie): Goldstandard zur genauen Beurteilung des Ausmasses der Sehnenschädigung, begleitender Bursitis trochanterica sowie des Muskelzustands (Fettinfiltration, Atrophie)


Differentialdiagnosen


Bei ähnlichen Beschwerden sollten andere Ursachen in Betracht gezogen werden, unter anderem:

  • Bursitis trochanterica: Entzündung des Schleimbeutels über dem Trochanter major, häufig in Kombination mit einer Glutealsehnen-Tendinopathie
  • Hüftarthrose (Koxarthrose) mit Ausstrahlung in die seitliche Hüftregion
  • Iliotibiales Bandsyndrom (Tractus-iliotibialis-Syndrom) mit Schmerzen am Oberschenkelaussen­seite
  • Erkrankungen der Lendenwirbelsäule mit pseudoradikulärer Ausstrahlung in die Hüftregion


Konservative Therapie


In frühen Stadien, bei Teilrissen oder bei Tendinopathien ohne vollständigen Abriss stehen nicht-operative Massnahmen im Vordergrund:

  • Anpassung von Aktivitäten: Reduktion oder Vermeidung von Belastungen, die die Sehnenreizung verstärken, insbesondere Treppen, Steigungen und einseitige Standphasen
  • Physiotherapie: Gezieltes exzentrisches Krafttraining und spezifische Übungen zur Kräftigung der Glutealmuskulatur sowie Verbesserung der Becken- und Hüftstabilität
  • Medikamente: Entzündungshemmende Schmerzmittel zur Linderung akuter Beschwerden
  • Stosswellentherapie: Nicht-invasive Behandlung zur Anregung der Sehnenheilung bei chronischer Tendinopathie
  • Infiltrationen: Ultraschallgezielte Injektion von Kortikosteroiden in den Schleimbeutel oder plättchenreichem Plasma (PRP) in das Sehnengewebe zur Unterstützung der Regeneration


Operative Therapie


Bei vollständigem Sehnenriss, erheblicher Kraftlosigkeit der Hüftabduktoren oder nach erfolgloser konservativer Behandlung kann eine operative Sehnenrekonstruktion notwendig werden.

  • Arthroskopische Sehnenrefixation: Minimalinvasives Verfahren, bei dem die abgerissene Sehne über spezielle Fadenanker endoskopisch am Trochanter major refixiert wird. Geeignet für frische Rupturen mit guter Sehnenqualität
  • Offene Sehnenrekonstruktion: Bei ausgedehnten oder älteren Rissen, bei denen eine direkte Naht nicht mehr möglich ist, wird die Sehne über einen offenen Zugang refixiert oder mittels Sehnentransplantat rekonstruiert


Nachbehandlung


Nach der Operation ist eine vorübergehende Entlastung des operierten Beins an Unterarmgehstöcken über mehrere Wochen erforderlich, um die Sehnenanheilung am Knochen nicht zu gefährden. Die Physiotherapie beginnt frühzeitig mit passiven Bewegungsübungen und steigert sich schrittweise über geführte aktive Übungen bis hin zu einem gezielten Kräftigungsprogramm. Die vollständige Wiederherstellung der Kraft und Belastbarkeit erfordert Geduld und kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Regelmässige Nachkontrollen begleiten den Heilungsverlauf und erlauben eine individuelle Anpassung der Rehabilitation.


Weitere Informationen


Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über Glutealsehnen-Verletzungen und den Glutealsehnen-Abriss geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer orthopädischen Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Orthopädie Rosenberg

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Eine Glutealsehnen-Verletzung ist eine teilweise oder vollständige Schädigung der Sehnen des Musculus gluteus medius und/oder minimus am Trochanter major, die für die Stabilisierung des Beckens beim Gehen wichtig sind und häufig mit seitlichen Hüftschmerzen sowie Hinken einhergehen. Ursachen sind meist degenerative Veränderungen, Überlastung oder ein Sturz, wobei die Diagnose klinisch sowie mittels Ultraschall oder MRT gestellt wird. Die Behandlung erfolgt je nach Ausmass konservativ mit Physiotherapie und Schmerztherapie oder operativ durch Refixation bzw. Rekonstruktion der abgerissenen Sehne mit anschliessender mehrmonatiger Rehabilitation.

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Eine Glutealsehnen-Verletzung (Glutealsehnenruptur oder Abriss der Gesässmuskulatur) bezeichnet eine teilweise oder vollständige Schädigung der Sehnen des Musculus gluteus medius und/oder des Musculus gluteus minimus im Bereich ihres Ansatzes am grossen Rollhügel (Trochanter major) des Oberschenkelknochens. Diese Sehnen sind für die Stabilisierung des Beckens beim Gehen und Stehen unverzichtbar. Glutealsehnen-Verletzungen werden häufig unterschätzt und lange Zeit fehldiagnostiziert, da ihre Symptome jenen anderer Hüfterkrankungen ähneln. Sie gelten als die «Schulterrotatorenmanschetten-Verletzung der Hüfte».


Ursachen


Die Ursachen sind vielfältig. Meist liegt eine Kombination mehrerer Faktoren vor:

  • Degenerativer Sehnenabbau (Tendinopathie): Altersbedingte Veränderungen der Sehnenstruktur, die zu einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit führen
  • Akutes Trauma: Sturz auf die Hüfte oder plötzliche Überlastung mit direktem Abriss der Sehne vom Knochenansatz
  • Chronische Überlastung: Repetitive Belastungen insbesondere bei Laufsportarten oder körperlich anspruchsvoller Arbeit
  • Anatomische Risikofaktoren: Weibliches Geschlecht, breites Becken (grösserer Schenkelhalswinkel), Übergewicht sowie vorangehende Hüftoperationen
  • Iatrogene Ursachen: Schädigung der Glutealsehnen im Rahmen einer vorangehenden Hüft-TEP-Implantation über einen seitlichen Zugang


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich oft schleichend und können im Verlauf zunehmen:

  • Schmerzen seitlich an der Hüfte, typischerweise über dem Trochanter major, die bei längerem Gehen, Treppensteigen oder beim Liegen auf der betroffenen Seite verstärkt auftreten
  • Schwäche der Hüftabduktoren mit Hinken (Trendelenburg-Hinken) und Instabilitätsgefühl beim Einbeinstand
  • Druckschmerzhaftigkeit direkt über dem Trochanter major
  • Einschränkung alltäglicher Aktivitäten wie längeres Gehen, Treppensteigen oder Aufstehen aus dem Sitzen


Diagnose


Die Diagnose wird anhand der Krankengeschichte, der klinischen Untersuchung und ergänzender Untersuchungen gestellt

  • Klinische Untersuchung: Beurteilung der Hüftabduktionskraft, Inspektion des Gangbilds sowie Durchführung spezifischer Tests wie dem Trendelenburg-Test und dem Einbeinstand-Test
  • Ultraschall: Dynamische Darstellung der Glutealsehnen und Nachweis von Teilrissen, vollständigen Rupturen oder Sehnenveränderungen am Trochanteransatz
  • MRT (Magnetresonanztomographie): Goldstandard zur genauen Beurteilung des Ausmasses der Sehnenschädigung, begleitender Bursitis trochanterica sowie des Muskelzustands (Fettinfiltration, Atrophie)


Differentialdiagnosen


Bei ähnlichen Beschwerden sollten andere Ursachen in Betracht gezogen werden, unter anderem:

  • Bursitis trochanterica: Entzündung des Schleimbeutels über dem Trochanter major, häufig in Kombination mit einer Glutealsehnen-Tendinopathie
  • Hüftarthrose (Koxarthrose) mit Ausstrahlung in die seitliche Hüftregion
  • Iliotibiales Bandsyndrom (Tractus-iliotibialis-Syndrom) mit Schmerzen am Oberschenkelaussen­seite
  • Erkrankungen der Lendenwirbelsäule mit pseudoradikulärer Ausstrahlung in die Hüftregion


Konservative Therapie


In frühen Stadien, bei Teilrissen oder bei Tendinopathien ohne vollständigen Abriss stehen nicht-operative Massnahmen im Vordergrund:

  • Anpassung von Aktivitäten: Reduktion oder Vermeidung von Belastungen, die die Sehnenreizung verstärken, insbesondere Treppen, Steigungen und einseitige Standphasen
  • Physiotherapie: Gezieltes exzentrisches Krafttraining und spezifische Übungen zur Kräftigung der Glutealmuskulatur sowie Verbesserung der Becken- und Hüftstabilität
  • Medikamente: Entzündungshemmende Schmerzmittel zur Linderung akuter Beschwerden
  • Stosswellentherapie: Nicht-invasive Behandlung zur Anregung der Sehnenheilung bei chronischer Tendinopathie
  • Infiltrationen: Ultraschallgezielte Injektion von Kortikosteroiden in den Schleimbeutel oder plättchenreichem Plasma (PRP) in das Sehnengewebe zur Unterstützung der Regeneration


Operative Therapie


Bei vollständigem Sehnenriss, erheblicher Kraftlosigkeit der Hüftabduktoren oder nach erfolgloser konservativer Behandlung kann eine operative Sehnenrekonstruktion notwendig werden.

  • Arthroskopische Sehnenrefixation: Minimalinvasives Verfahren, bei dem die abgerissene Sehne über spezielle Fadenanker endoskopisch am Trochanter major refixiert wird. Geeignet für frische Rupturen mit guter Sehnenqualität
  • Offene Sehnenrekonstruktion: Bei ausgedehnten oder älteren Rissen, bei denen eine direkte Naht nicht mehr möglich ist, wird die Sehne über einen offenen Zugang refixiert oder mittels Sehnentransplantat rekonstruiert


Nachbehandlung


Nach der Operation ist eine vorübergehende Entlastung des operierten Beins an Unterarmgehstöcken über mehrere Wochen erforderlich, um die Sehnenanheilung am Knochen nicht zu gefährden. Die Physiotherapie beginnt frühzeitig mit passiven Bewegungsübungen und steigert sich schrittweise über geführte aktive Übungen bis hin zu einem gezielten Kräftigungsprogramm. Die vollständige Wiederherstellung der Kraft und Belastbarkeit erfordert Geduld und kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Regelmässige Nachkontrollen begleiten den Heilungsverlauf und erlauben eine individuelle Anpassung der Rehabilitation.


Weitere Informationen


Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über Glutealsehnen-Verletzungen und den Glutealsehnen-Abriss geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer orthopädischen Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Eine Glutealsehnen-Verletzung (Glutealsehnenruptur oder Abriss der Gesässmuskulatur) bezeichnet eine teilweise oder vollständige Schädigung der Sehnen des Musculus gluteus medius und/oder des Musculus gluteus minimus im Bereich ihres Ansatzes am grossen Rollhügel (Trochanter major) des Oberschenkelknochens. Diese Sehnen sind für die Stabilisierung des Beckens beim Gehen und Stehen unverzichtbar. Glutealsehnen-Verletzungen werden häufig unterschätzt und lange Zeit fehldiagnostiziert, da ihre Symptome jenen anderer Hüfterkrankungen ähneln. Sie gelten als die «Schulterrotatorenmanschetten-Verletzung der Hüfte».


Ursachen


Die Ursachen sind vielfältig. Meist liegt eine Kombination mehrerer Faktoren vor:

  • Degenerativer Sehnenabbau (Tendinopathie): Altersbedingte Veränderungen der Sehnenstruktur, die zu einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit führen
  • Akutes Trauma: Sturz auf die Hüfte oder plötzliche Überlastung mit direktem Abriss der Sehne vom Knochenansatz
  • Chronische Überlastung: Repetitive Belastungen insbesondere bei Laufsportarten oder körperlich anspruchsvoller Arbeit
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Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich oft schleichend und können im Verlauf zunehmen:

  • Schmerzen seitlich an der Hüfte, typischerweise über dem Trochanter major, die bei längerem Gehen, Treppensteigen oder beim Liegen auf der betroffenen Seite verstärkt auftreten
  • Schwäche der Hüftabduktoren mit Hinken (Trendelenburg-Hinken) und Instabilitätsgefühl beim Einbeinstand
  • Druckschmerzhaftigkeit direkt über dem Trochanter major
  • Einschränkung alltäglicher Aktivitäten wie längeres Gehen, Treppensteigen oder Aufstehen aus dem Sitzen


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Die Diagnose wird anhand der Krankengeschichte, der klinischen Untersuchung und ergänzender Untersuchungen gestellt

  • Klinische Untersuchung: Beurteilung der Hüftabduktionskraft, Inspektion des Gangbilds sowie Durchführung spezifischer Tests wie dem Trendelenburg-Test und dem Einbeinstand-Test
  • Ultraschall: Dynamische Darstellung der Glutealsehnen und Nachweis von Teilrissen, vollständigen Rupturen oder Sehnenveränderungen am Trochanteransatz
  • MRT (Magnetresonanztomographie): Goldstandard zur genauen Beurteilung des Ausmasses der Sehnenschädigung, begleitender Bursitis trochanterica sowie des Muskelzustands (Fettinfiltration, Atrophie)


Differentialdiagnosen


Bei ähnlichen Beschwerden sollten andere Ursachen in Betracht gezogen werden, unter anderem:

  • Bursitis trochanterica: Entzündung des Schleimbeutels über dem Trochanter major, häufig in Kombination mit einer Glutealsehnen-Tendinopathie
  • Hüftarthrose (Koxarthrose) mit Ausstrahlung in die seitliche Hüftregion
  • Iliotibiales Bandsyndrom (Tractus-iliotibialis-Syndrom) mit Schmerzen am Oberschenkelaussen­seite
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Bei vollständigem Sehnenriss, erheblicher Kraftlosigkeit der Hüftabduktoren oder nach erfolgloser konservativer Behandlung kann eine operative Sehnenrekonstruktion notwendig werden.

  • Arthroskopische Sehnenrefixation: Minimalinvasives Verfahren, bei dem die abgerissene Sehne über spezielle Fadenanker endoskopisch am Trochanter major refixiert wird. Geeignet für frische Rupturen mit guter Sehnenqualität
  • Offene Sehnenrekonstruktion: Bei ausgedehnten oder älteren Rissen, bei denen eine direkte Naht nicht mehr möglich ist, wird die Sehne über einen offenen Zugang refixiert oder mittels Sehnentransplantat rekonstruiert


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Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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