Arthrose des Kniegelenkes

Autor:

Dr. med. Matthias Jacobi

Ärzte Knie-Team

Zurück zur Übersicht

Zusammenfassung

Die Arthrose des Kniegelenks ist eine degenerative Gelenkerkrankung mit fortschreitendem Verschleiss des Gelenkknorpels, die zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen führt. Sie entsteht durch Faktoren wie Alter, Übergewicht, Achsenfehlstellungen oder vorangegangene Verletzungen und äussert sich typischerweise durch Anlauf- und Belastungsschmerzen. Die Behandlung erfolgt zunächst konservativ mit Physiotherapie, Medikamenten und Gewichtsreduktion, während in fortgeschrittenen Stadien operative Verfahren wie Achsenkorrekturen oder Gelenkersatz notwendig werden können.

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Was ist eine Arthrose des Kniegelenks?


Die Arthrose des Kniegelenks, auch Gonarthrose genannt, ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der es zu einem fortschreitenden Verschleiss des Gelenkknorpels kommt. Der Knorpel überzieht normalerweise die Gelenkflächen und ermöglicht ein reibungsloses Gleiten der Knochen. Bei der Arthrose wird dieser Knorpel zunehmend abgebaut, was zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen führt. Im fortgeschrittenen Stadium können auch die Knochen, Bänder und die Gelenkkapsel betroffen sein, wodurch sich die Beschwerden verstärken.


Ursachen


Die Entstehung einer Kniegelenksarthrose ist meist multifaktoriell und kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden:

  • Altersbedingter natürlicher Verschleiss des Gelenkknorpels mit zunehmenden Lebensjahren
  • Überlastung durch Übergewicht, intensive sportliche Belastung oder berufliche Tätigkeiten mit starker Kniebelastung
  • Achsenfehlstellungen wie X-Beine oder O-Beine mit ungleichmässiger Druckverteilung im Gelenk
  • Vorausgegangene Verletzungen wie Kreuzbandrisse, Meniskusschäden oder Knochenbrüche im Kniebereich
  • Entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis
  • Genetische Veranlagung und familiäre Häufung von Arthrose


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend über Jahre und können im Verlauf zunehmen:

  • Anlaufschmerz zu Beginn der Bewegung, der sich nach einigen Schritten bessert
  • Belastungsschmerz bei längerem Gehen, Treppensteigen oder sportlichen Aktivitäten
  • Schwellungen und Gelenkergüsse, insbesondere nach stärkerer Belastung
  • Bewegungseinschränkung mit zunehmender Steifigkeit des Kniegelenks, vor allem nach Ruhephasen
  • Knirsch- oder Reibegeräusche bei Bewegung des Knies
  • Ruheschmerz und nächtliche Beschwerden in fortgeschrittenen Stadien


Diagnose


Die Diagnose wird anhand der Befragung, der klinischen Untersuchung und ergänzender bildgebender Verfahren gestellt.

  • Klinische Untersuchung: Beurteilung von Beweglichkeit, Schmerzhaftigkeit, Schwellung und Gelenkstabilität sowie Prüfung der Beinachse
  • Röntgenuntersuchung: Darstellung des Gelenkspalts, Knochendichte und arthrosetypischer Veränderungen wie Verschmälerung des Gelenkspalts, Osteophyten und subchondraler Sklerose
  • Magnetresonanztomographie (MRI): Beurteilung von Knorpelschäden, Meniskusveränderungen und Begleitpathologien bei speziellen Fragestellungen
  • Laboruntersuchungen: Bei Gelenkerguss gelegentlich Punktion zur Abklärung entzündlicher oder anderer Ursachen


Differentialdiagnose


Bei ähnlichen Beschwerden sollten andere Ursachen in Betracht gezogen werden, unter anderem:

  • Meniskusverletzungen oder degenerative Meniskusschäden
  • Entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Gicht
  • Schleimbeutelentzündungen im Bereich des Kniegelenks
  • Nervenkompressionssyndrome oder ausstrahlende Schmerzen aus der Hüfte oder Lendenwirbelsäule


Konservative Therapie


In frühen und mittleren Stadien stehen nicht-operative Massnahmen im Vordergrund, die auf Schmerzlinderung und Funktionserhalt abzielen:

  • Gewichtsreduktion: Verminderung der Gelenkbelastung bei bestehendem Übergewicht
  • Medikamente: Entzündungshemmende Schmerzmittel zur Linderung akuter Beschwerden sowie gegebenenfalls intraartikuläre Injektionen mit Hyaluronsäure oder Kortison
  • Physiotherapie: Gezieltes Muskeltraining zur Stabilisierung des Gelenks, Verbesserung der Beweglichkeit und Gangschulung
  • Physikalische Therapie: Anwendung von Wärme, Kälte oder elektrotherapeutischen Massnahmen zur Schmerzlinderung
  • Hilfsmittel: Verwendung von Gehstöcken, Pufferabsätzen oder Knieorthesen zur Entlastung und Stabilisierung
  • Anpassung von Aktivitäten: Bevorzugung gelenkschonender Sportarten wie Schwimmen, Velofahren oder Nordic Walking


Operative Therapie


Bei fortgeschrittener Arthrose mit erheblichen Beschwerden und Versagen konservativer Massnahmen können operative Verfahren notwendig werden.

  • Gelenkspiegelung (Arthroskopie): Entfernung freier Gelenkkörper, Glättung aufgerauter Knorpeloberflächen oder Behandlung von Meniskusschäden. Die Arthroskopie ist nur in ausgewählten, seltenen Fällen erfolgsversprechend
  • Achsenkorrektur (Umstellungsosteotomie): Operative Begradigung der Beinachse bei einseitiger Arthrose und Fehlstellung zur Verlagerung der Belastung auf den gesunden Gelenkanteil, insbesondere bei jüngeren Patienten
  • Teilgelenkersatz (Unikondyläre Prothese): Ersatz nur des erkrankten Gelenkabschnitts bei isolierter Arthrose eines Gelenkkompartiments
  • Vollständiger Gelenkersatz (Knie-Totalprothese): Ersatz aller Gelenkflächen durch künstliche Komponenten bei fortgeschrittener, das gesamte Gelenk betreffender Arthrose


Nachbehandlung


Nach der Operation ist eine strukturierte Rehabilitation entscheidend für den Behandlungserfolg. Bei gelenkerhaltenden Eingriffen erfolgt meist eine kürzere Rehabilitation mit schrittweisem Belastungsaufbau. Nach Gelenkersatz beginnt die Mobilisierung bereits am ersten postoperativen Tag mit physiotherapeutischer Anleitung. Die Vollbelastung ist in der Regel rasch möglich, während die vollständige Genesung mehrere Monate, bis zu einem Jahr dauern kann. Physiotherapie mit Bewegungsübungen, Muskelaufbau und Gangschulung unterstützt die Wiederherstellung der Funktion. Regelmässige Nachkontrollen begleiten den Heilungsverlauf und die Rückkehr zu alltäglichen Aktivitäten.


Weitere Informationen


Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über die Arthrose des Kniegelenkes geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Die Arthrose des Kniegelenks ist eine degenerative Gelenkerkrankung mit fortschreitendem Verschleiss des Gelenkknorpels, die zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen führt. Sie entsteht durch Faktoren wie Alter, Übergewicht, Achsenfehlstellungen oder vorangegangene Verletzungen und äussert sich typischerweise durch Anlauf- und Belastungsschmerzen. Die Behandlung erfolgt zunächst konservativ mit Physiotherapie, Medikamenten und Gewichtsreduktion, während in fortgeschrittenen Stadien operative Verfahren wie Achsenkorrekturen oder Gelenkersatz notwendig werden können.

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Was ist eine Arthrose des Kniegelenks?


Die Arthrose des Kniegelenks, auch Gonarthrose genannt, ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der es zu einem fortschreitenden Verschleiss des Gelenkknorpels kommt. Der Knorpel überzieht normalerweise die Gelenkflächen und ermöglicht ein reibungsloses Gleiten der Knochen. Bei der Arthrose wird dieser Knorpel zunehmend abgebaut, was zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen führt. Im fortgeschrittenen Stadium können auch die Knochen, Bänder und die Gelenkkapsel betroffen sein, wodurch sich die Beschwerden verstärken.


Ursachen


Die Entstehung einer Kniegelenksarthrose ist meist multifaktoriell und kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden:

  • Altersbedingter natürlicher Verschleiss des Gelenkknorpels mit zunehmenden Lebensjahren
  • Überlastung durch Übergewicht, intensive sportliche Belastung oder berufliche Tätigkeiten mit starker Kniebelastung
  • Achsenfehlstellungen wie X-Beine oder O-Beine mit ungleichmässiger Druckverteilung im Gelenk
  • Vorausgegangene Verletzungen wie Kreuzbandrisse, Meniskusschäden oder Knochenbrüche im Kniebereich
  • Entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis
  • Genetische Veranlagung und familiäre Häufung von Arthrose


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend über Jahre und können im Verlauf zunehmen:

  • Anlaufschmerz zu Beginn der Bewegung, der sich nach einigen Schritten bessert
  • Belastungsschmerz bei längerem Gehen, Treppensteigen oder sportlichen Aktivitäten
  • Schwellungen und Gelenkergüsse, insbesondere nach stärkerer Belastung
  • Bewegungseinschränkung mit zunehmender Steifigkeit des Kniegelenks, vor allem nach Ruhephasen
  • Knirsch- oder Reibegeräusche bei Bewegung des Knies
  • Ruheschmerz und nächtliche Beschwerden in fortgeschrittenen Stadien


Diagnose


Die Diagnose wird anhand der Befragung, der klinischen Untersuchung und ergänzender bildgebender Verfahren gestellt.

  • Klinische Untersuchung: Beurteilung von Beweglichkeit, Schmerzhaftigkeit, Schwellung und Gelenkstabilität sowie Prüfung der Beinachse
  • Röntgenuntersuchung: Darstellung des Gelenkspalts, Knochendichte und arthrosetypischer Veränderungen wie Verschmälerung des Gelenkspalts, Osteophyten und subchondraler Sklerose
  • Magnetresonanztomographie (MRI): Beurteilung von Knorpelschäden, Meniskusveränderungen und Begleitpathologien bei speziellen Fragestellungen
  • Laboruntersuchungen: Bei Gelenkerguss gelegentlich Punktion zur Abklärung entzündlicher oder anderer Ursachen


Differentialdiagnose


Bei ähnlichen Beschwerden sollten andere Ursachen in Betracht gezogen werden, unter anderem:

  • Meniskusverletzungen oder degenerative Meniskusschäden
  • Entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Gicht
  • Schleimbeutelentzündungen im Bereich des Kniegelenks
  • Nervenkompressionssyndrome oder ausstrahlende Schmerzen aus der Hüfte oder Lendenwirbelsäule


Konservative Therapie


In frühen und mittleren Stadien stehen nicht-operative Massnahmen im Vordergrund, die auf Schmerzlinderung und Funktionserhalt abzielen:

  • Gewichtsreduktion: Verminderung der Gelenkbelastung bei bestehendem Übergewicht
  • Medikamente: Entzündungshemmende Schmerzmittel zur Linderung akuter Beschwerden sowie gegebenenfalls intraartikuläre Injektionen mit Hyaluronsäure oder Kortison
  • Physiotherapie: Gezieltes Muskeltraining zur Stabilisierung des Gelenks, Verbesserung der Beweglichkeit und Gangschulung
  • Physikalische Therapie: Anwendung von Wärme, Kälte oder elektrotherapeutischen Massnahmen zur Schmerzlinderung
  • Hilfsmittel: Verwendung von Gehstöcken, Pufferabsätzen oder Knieorthesen zur Entlastung und Stabilisierung
  • Anpassung von Aktivitäten: Bevorzugung gelenkschonender Sportarten wie Schwimmen, Velofahren oder Nordic Walking


Operative Therapie


Bei fortgeschrittener Arthrose mit erheblichen Beschwerden und Versagen konservativer Massnahmen können operative Verfahren notwendig werden.

  • Gelenkspiegelung (Arthroskopie): Entfernung freier Gelenkkörper, Glättung aufgerauter Knorpeloberflächen oder Behandlung von Meniskusschäden. Die Arthroskopie ist nur in ausgewählten, seltenen Fällen erfolgsversprechend
  • Achsenkorrektur (Umstellungsosteotomie): Operative Begradigung der Beinachse bei einseitiger Arthrose und Fehlstellung zur Verlagerung der Belastung auf den gesunden Gelenkanteil, insbesondere bei jüngeren Patienten
  • Teilgelenkersatz (Unikondyläre Prothese): Ersatz nur des erkrankten Gelenkabschnitts bei isolierter Arthrose eines Gelenkkompartiments
  • Vollständiger Gelenkersatz (Knie-Totalprothese): Ersatz aller Gelenkflächen durch künstliche Komponenten bei fortgeschrittener, das gesamte Gelenk betreffender Arthrose


Nachbehandlung


Nach der Operation ist eine strukturierte Rehabilitation entscheidend für den Behandlungserfolg. Bei gelenkerhaltenden Eingriffen erfolgt meist eine kürzere Rehabilitation mit schrittweisem Belastungsaufbau. Nach Gelenkersatz beginnt die Mobilisierung bereits am ersten postoperativen Tag mit physiotherapeutischer Anleitung. Die Vollbelastung ist in der Regel rasch möglich, während die vollständige Genesung mehrere Monate, bis zu einem Jahr dauern kann. Physiotherapie mit Bewegungsübungen, Muskelaufbau und Gangschulung unterstützt die Wiederherstellung der Funktion. Regelmässige Nachkontrollen begleiten den Heilungsverlauf und die Rückkehr zu alltäglichen Aktivitäten.


Weitere Informationen


Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über die Arthrose des Kniegelenkes geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Die Arthrose des Kniegelenks ist eine degenerative Gelenkerkrankung mit fortschreitendem Verschleiss des Gelenkknorpels, die zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen führt. Sie entsteht durch Faktoren wie Alter, Übergewicht, Achsenfehlstellungen oder vorangegangene Verletzungen und äussert sich typischerweise durch Anlauf- und Belastungsschmerzen. Die Behandlung erfolgt zunächst konservativ mit Physiotherapie, Medikamenten und Gewichtsreduktion, während in fortgeschrittenen Stadien operative Verfahren wie Achsenkorrekturen oder Gelenkersatz notwendig werden können.

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Was ist eine Arthrose des Kniegelenks?


Die Arthrose des Kniegelenks, auch Gonarthrose genannt, ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der es zu einem fortschreitenden Verschleiss des Gelenkknorpels kommt. Der Knorpel überzieht normalerweise die Gelenkflächen und ermöglicht ein reibungsloses Gleiten der Knochen. Bei der Arthrose wird dieser Knorpel zunehmend abgebaut, was zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen führt. Im fortgeschrittenen Stadium können auch die Knochen, Bänder und die Gelenkkapsel betroffen sein, wodurch sich die Beschwerden verstärken.


Ursachen


Die Entstehung einer Kniegelenksarthrose ist meist multifaktoriell und kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden:

  • Altersbedingter natürlicher Verschleiss des Gelenkknorpels mit zunehmenden Lebensjahren
  • Überlastung durch Übergewicht, intensive sportliche Belastung oder berufliche Tätigkeiten mit starker Kniebelastung
  • Achsenfehlstellungen wie X-Beine oder O-Beine mit ungleichmässiger Druckverteilung im Gelenk
  • Vorausgegangene Verletzungen wie Kreuzbandrisse, Meniskusschäden oder Knochenbrüche im Kniebereich
  • Entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis
  • Genetische Veranlagung und familiäre Häufung von Arthrose


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend über Jahre und können im Verlauf zunehmen:

  • Anlaufschmerz zu Beginn der Bewegung, der sich nach einigen Schritten bessert
  • Belastungsschmerz bei längerem Gehen, Treppensteigen oder sportlichen Aktivitäten
  • Schwellungen und Gelenkergüsse, insbesondere nach stärkerer Belastung
  • Bewegungseinschränkung mit zunehmender Steifigkeit des Kniegelenks, vor allem nach Ruhephasen
  • Knirsch- oder Reibegeräusche bei Bewegung des Knies
  • Ruheschmerz und nächtliche Beschwerden in fortgeschrittenen Stadien


Diagnose


Die Diagnose wird anhand der Befragung, der klinischen Untersuchung und ergänzender bildgebender Verfahren gestellt.

  • Klinische Untersuchung: Beurteilung von Beweglichkeit, Schmerzhaftigkeit, Schwellung und Gelenkstabilität sowie Prüfung der Beinachse
  • Röntgenuntersuchung: Darstellung des Gelenkspalts, Knochendichte und arthrosetypischer Veränderungen wie Verschmälerung des Gelenkspalts, Osteophyten und subchondraler Sklerose
  • Magnetresonanztomographie (MRI): Beurteilung von Knorpelschäden, Meniskusveränderungen und Begleitpathologien bei speziellen Fragestellungen
  • Laboruntersuchungen: Bei Gelenkerguss gelegentlich Punktion zur Abklärung entzündlicher oder anderer Ursachen


Differentialdiagnose


Bei ähnlichen Beschwerden sollten andere Ursachen in Betracht gezogen werden, unter anderem:

  • Meniskusverletzungen oder degenerative Meniskusschäden
  • Entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Gicht
  • Schleimbeutelentzündungen im Bereich des Kniegelenks
  • Nervenkompressionssyndrome oder ausstrahlende Schmerzen aus der Hüfte oder Lendenwirbelsäule


Konservative Therapie


In frühen und mittleren Stadien stehen nicht-operative Massnahmen im Vordergrund, die auf Schmerzlinderung und Funktionserhalt abzielen:

  • Gewichtsreduktion: Verminderung der Gelenkbelastung bei bestehendem Übergewicht
  • Medikamente: Entzündungshemmende Schmerzmittel zur Linderung akuter Beschwerden sowie gegebenenfalls intraartikuläre Injektionen mit Hyaluronsäure oder Kortison
  • Physiotherapie: Gezieltes Muskeltraining zur Stabilisierung des Gelenks, Verbesserung der Beweglichkeit und Gangschulung
  • Physikalische Therapie: Anwendung von Wärme, Kälte oder elektrotherapeutischen Massnahmen zur Schmerzlinderung
  • Hilfsmittel: Verwendung von Gehstöcken, Pufferabsätzen oder Knieorthesen zur Entlastung und Stabilisierung
  • Anpassung von Aktivitäten: Bevorzugung gelenkschonender Sportarten wie Schwimmen, Velofahren oder Nordic Walking


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Bei fortgeschrittener Arthrose mit erheblichen Beschwerden und Versagen konservativer Massnahmen können operative Verfahren notwendig werden.

  • Gelenkspiegelung (Arthroskopie): Entfernung freier Gelenkkörper, Glättung aufgerauter Knorpeloberflächen oder Behandlung von Meniskusschäden. Die Arthroskopie ist nur in ausgewählten, seltenen Fällen erfolgsversprechend
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  • Teilgelenkersatz (Unikondyläre Prothese): Ersatz nur des erkrankten Gelenkabschnitts bei isolierter Arthrose eines Gelenkkompartiments
  • Vollständiger Gelenkersatz (Knie-Totalprothese): Ersatz aller Gelenkflächen durch künstliche Komponenten bei fortgeschrittener, das gesamte Gelenk betreffender Arthrose


Nachbehandlung


Nach der Operation ist eine strukturierte Rehabilitation entscheidend für den Behandlungserfolg. Bei gelenkerhaltenden Eingriffen erfolgt meist eine kürzere Rehabilitation mit schrittweisem Belastungsaufbau. Nach Gelenkersatz beginnt die Mobilisierung bereits am ersten postoperativen Tag mit physiotherapeutischer Anleitung. Die Vollbelastung ist in der Regel rasch möglich, während die vollständige Genesung mehrere Monate, bis zu einem Jahr dauern kann. Physiotherapie mit Bewegungsübungen, Muskelaufbau und Gangschulung unterstützt die Wiederherstellung der Funktion. Regelmässige Nachkontrollen begleiten den Heilungsverlauf und die Rückkehr zu alltäglichen Aktivitäten.


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Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über die Arthrose des Kniegelenkes geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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