Impingement Beschwerden

Autor:

Dr. med. Adrian Schneider

Ärzte Schulter-Team

Zurück zur Übersicht

Zusammenfassung

Das subakromiale Impingement ist ein primäres oder sekundäres Engpassgeschehen unter dem Schulterdach, bei dem Sehnen und Schleimbeutel eingeklemmt werden. Es verursacht Schmerzen beim seitlichen Anheben des Armes. Behandlung: Physiotherapie, Medikamente, Injektionen oder bei Bedarf arthroskopische Operation.

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Was ist ein subakromiales Impingement?


Das subakromiale Impingement-Syndrom (auch „Engpasssyndrom der Schulter“) ist eine häufige Ursache für Schulterschmerzen. Dabei kommt es zu einem Einklemmen der Strukturen im Raum zwischen dem Schulterdach (Akromion) und dem Oberarmkopf. Es betrifft die Sehnen der Rotatorenmanschette sowie den Schleimbeutel (Bursa subacromialis). Durch wiederholte schmerzhafte Bewegungen entstehen vermehrte Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen.


Ursachen


Mehrere Faktoren können zu einem Engpass unter dem Schulterdach führen:

  • Knochenanbauten oder Formvarianten des Schulterdachs (primäres Impingement)
  • Muskuläre Verkürzungen der Aussenrotierer-Muskeln, welche ein Herunterrutschen/Wegducken des Humeruskopfes bei der Abduktion verhindern oder die Scapuladysbalance (sekundäres Impingement)
  • Grosses Kalkdepot in den Sehnen
  • Entzündungen oder Schwellungen des Schleimbeutels
  • Osteophytäre Verdickung des Unterrandes des AC-Gelenks mit "Subacromialer" Verengung


Symptome


Die Beschwerden beginnen oft schleichend und verschlimmern sich bei Belastung der Schulter:

  • Schmerzen bei Überkopfbewegungen insbesondere beim seitlichen Anheben des Armes (Abduktion)
  • später Nachtschmerzen, besonders beim Liegen auf der betroffenen Schulter
  • Mit der Zeit zunehmende eingeschränkte Beweglichkeit des Arms für die Abduktion und Innenrotation
  • „Stechender“ Schmerz beim seitlichen Anheben der Armes


Diagnose


Die Diagnose stützt sich auf das ärztliche Gespräch, die körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren:

  • Klinische Untersuchung: Prüfung von Beweglichkeit, Kraft und Schmerzpunkten, Durchführung typischer Impingement-Tests
  • Ultraschall: Darstellung der Sehnen und Schleimbeutel, Beurteilung von Entzündungen oder Einrissen
  • Röntgen: Erkennung von Knochenanbauten, Kalk oder Formveränderungen des Akromions
  • MRT (Magnetresonanztomografie): Detaillierte Beurteilung der Rotatorenmanschette bei unklarem Befund oder Operationsplanung


Differentialdiagnose


Ähnliche Beschwerden können auch bei anderen Erkrankungen auftreten:

  • Risse der Rotatorenmanschette
  • Arthrose des Schultereckgelenks (AC-Gelenk)
  • Omarthrose
  • Reizungen von Nervenwurzeln im Halswirbelsäulenbereich
  • Muskelschmerzen ohne Schleimbeutelentzündung


Konservative Therapie


In den meisten Fällen kann das Impingement ohne Operation behandelt werden:

  • Physiotherapie: Primär entzündungshemmend, muskeldetonisierend und Behebung einer Bewegungseinschränkung. Später Muskelaufbau
  • Medikamente: Entzündungshemmende Schmerzmittel zur Linderung akuter Beschwerden
  • Injektionen: Kortisonhaltige Präparate zur Entzündungshemmung bei starken Entzündungen
  • Schonung und Anpassung der Belastung: Vermeidung von Überkopfaktivitäten, Anpassungen im Alltag oder Beruf
  • Kältebehandlung zur Entzündungshemmung und Wärmebehandlung zur Muskeldetonisierung
  • Dehnungsübungen zur Behebung der Bewegungseinschränkungen


Operative Therapie


Wenn konservative Massnahmen über mehrere Monate keine ausreichende Besserung bringen, kann eine Operation sinnvoll sein.

  • Arthroskopische Dekompression: Minimalinvasives Verfahren, bei dem entzündetes Gewebe und knöcherne Engstellen unter dem Schulterdach entfernt werden, um wieder ausreichend Platz für die Sehnen zu schaffen
  • Begleitende Massnahmen: Falls eine Sehnenverletzung vorliegt, kann diese im gleichen Eingriff mit versorgt werden


Nachbehandlung


Nach einer arthroskopischen Operation wird die Schulter für kurze Zeit in einer Schlinge ruhiggestellt. Frühzeitige, kontrollierte Bewegungsübungen sind wichtig, um die Beweglichkeit zu erhalten und die Heilung zu fördern. Eine physiotherapeutische Begleitung unterstützt den schrittweisen Aufbau von Kraft und Funktion. Die meisten Patientinnen und Patienten können nach einigen Wochen wieder ihren Alltagsaktivitäten nachgehen.


Weitere Informationen


Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über die Impingement-Beschwerden geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Das subakromiale Impingement-Syndrom (auch „Engpasssyndrom der Schulter“) ist eine häufige Ursache für Schulterschmerzen. Dabei kommt es zu einem Einklemmen der Strukturen im Raum zwischen dem Schulterdach (Akromion) und dem Oberarmkopf. Es betrifft die Sehnen der Rotatorenmanschette sowie den Schleimbeutel (Bursa subacromialis). Durch wiederholte schmerzhafte Bewegungen entstehen vermehrte Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen.


Ursachen


Mehrere Faktoren können zu einem Engpass unter dem Schulterdach führen:

  • Knochenanbauten oder Formvarianten des Schulterdachs (primäres Impingement)
  • Muskuläre Verkürzungen der Aussenrotierer-Muskeln, welche ein Herunterrutschen/Wegducken des Humeruskopfes bei der Abduktion verhindern oder die Scapuladysbalance (sekundäres Impingement)
  • Grosses Kalkdepot in den Sehnen
  • Entzündungen oder Schwellungen des Schleimbeutels
  • Osteophytäre Verdickung des Unterrandes des AC-Gelenks mit "Subacromialer" Verengung


Symptome


Die Beschwerden beginnen oft schleichend und verschlimmern sich bei Belastung der Schulter:

  • Schmerzen bei Überkopfbewegungen insbesondere beim seitlichen Anheben des Armes (Abduktion)
  • später Nachtschmerzen, besonders beim Liegen auf der betroffenen Schulter
  • Mit der Zeit zunehmende eingeschränkte Beweglichkeit des Arms für die Abduktion und Innenrotation
  • „Stechender“ Schmerz beim seitlichen Anheben der Armes


Diagnose


Die Diagnose stützt sich auf das ärztliche Gespräch, die körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren:

  • Klinische Untersuchung: Prüfung von Beweglichkeit, Kraft und Schmerzpunkten, Durchführung typischer Impingement-Tests
  • Ultraschall: Darstellung der Sehnen und Schleimbeutel, Beurteilung von Entzündungen oder Einrissen
  • Röntgen: Erkennung von Knochenanbauten, Kalk oder Formveränderungen des Akromions
  • MRT (Magnetresonanztomografie): Detaillierte Beurteilung der Rotatorenmanschette bei unklarem Befund oder Operationsplanung


Differentialdiagnose


Ähnliche Beschwerden können auch bei anderen Erkrankungen auftreten:

  • Risse der Rotatorenmanschette
  • Arthrose des Schultereckgelenks (AC-Gelenk)
  • Omarthrose
  • Reizungen von Nervenwurzeln im Halswirbelsäulenbereich
  • Muskelschmerzen ohne Schleimbeutelentzündung


Konservative Therapie


In den meisten Fällen kann das Impingement ohne Operation behandelt werden:

  • Physiotherapie: Primär entzündungshemmend, muskeldetonisierend und Behebung einer Bewegungseinschränkung. Später Muskelaufbau
  • Medikamente: Entzündungshemmende Schmerzmittel zur Linderung akuter Beschwerden
  • Injektionen: Kortisonhaltige Präparate zur Entzündungshemmung bei starken Entzündungen
  • Schonung und Anpassung der Belastung: Vermeidung von Überkopfaktivitäten, Anpassungen im Alltag oder Beruf
  • Kältebehandlung zur Entzündungshemmung und Wärmebehandlung zur Muskeldetonisierung
  • Dehnungsübungen zur Behebung der Bewegungseinschränkungen


Operative Therapie


Wenn konservative Massnahmen über mehrere Monate keine ausreichende Besserung bringen, kann eine Operation sinnvoll sein.

  • Arthroskopische Dekompression: Minimalinvasives Verfahren, bei dem entzündetes Gewebe und knöcherne Engstellen unter dem Schulterdach entfernt werden, um wieder ausreichend Platz für die Sehnen zu schaffen
  • Begleitende Massnahmen: Falls eine Sehnenverletzung vorliegt, kann diese im gleichen Eingriff mit versorgt werden


Nachbehandlung


Nach einer arthroskopischen Operation wird die Schulter für kurze Zeit in einer Schlinge ruhiggestellt. Frühzeitige, kontrollierte Bewegungsübungen sind wichtig, um die Beweglichkeit zu erhalten und die Heilung zu fördern. Eine physiotherapeutische Begleitung unterstützt den schrittweisen Aufbau von Kraft und Funktion. Die meisten Patientinnen und Patienten können nach einigen Wochen wieder ihren Alltagsaktivitäten nachgehen.


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Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über die Impingement-Beschwerden geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Das subakromiale Impingement-Syndrom (auch „Engpasssyndrom der Schulter“) ist eine häufige Ursache für Schulterschmerzen. Dabei kommt es zu einem Einklemmen der Strukturen im Raum zwischen dem Schulterdach (Akromion) und dem Oberarmkopf. Es betrifft die Sehnen der Rotatorenmanschette sowie den Schleimbeutel (Bursa subacromialis). Durch wiederholte schmerzhafte Bewegungen entstehen vermehrte Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen.


Ursachen


Mehrere Faktoren können zu einem Engpass unter dem Schulterdach führen:

  • Knochenanbauten oder Formvarianten des Schulterdachs (primäres Impingement)
  • Muskuläre Verkürzungen der Aussenrotierer-Muskeln, welche ein Herunterrutschen/Wegducken des Humeruskopfes bei der Abduktion verhindern oder die Scapuladysbalance (sekundäres Impingement)
  • Grosses Kalkdepot in den Sehnen
  • Entzündungen oder Schwellungen des Schleimbeutels
  • Osteophytäre Verdickung des Unterrandes des AC-Gelenks mit "Subacromialer" Verengung


Symptome


Die Beschwerden beginnen oft schleichend und verschlimmern sich bei Belastung der Schulter:

  • Schmerzen bei Überkopfbewegungen insbesondere beim seitlichen Anheben des Armes (Abduktion)
  • später Nachtschmerzen, besonders beim Liegen auf der betroffenen Schulter
  • Mit der Zeit zunehmende eingeschränkte Beweglichkeit des Arms für die Abduktion und Innenrotation
  • „Stechender“ Schmerz beim seitlichen Anheben der Armes


Diagnose


Die Diagnose stützt sich auf das ärztliche Gespräch, die körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren:

  • Klinische Untersuchung: Prüfung von Beweglichkeit, Kraft und Schmerzpunkten, Durchführung typischer Impingement-Tests
  • Ultraschall: Darstellung der Sehnen und Schleimbeutel, Beurteilung von Entzündungen oder Einrissen
  • Röntgen: Erkennung von Knochenanbauten, Kalk oder Formveränderungen des Akromions
  • MRT (Magnetresonanztomografie): Detaillierte Beurteilung der Rotatorenmanschette bei unklarem Befund oder Operationsplanung


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  • Omarthrose
  • Reizungen von Nervenwurzeln im Halswirbelsäulenbereich
  • Muskelschmerzen ohne Schleimbeutelentzündung


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In den meisten Fällen kann das Impingement ohne Operation behandelt werden:

  • Physiotherapie: Primär entzündungshemmend, muskeldetonisierend und Behebung einer Bewegungseinschränkung. Später Muskelaufbau
  • Medikamente: Entzündungshemmende Schmerzmittel zur Linderung akuter Beschwerden
  • Injektionen: Kortisonhaltige Präparate zur Entzündungshemmung bei starken Entzündungen
  • Schonung und Anpassung der Belastung: Vermeidung von Überkopfaktivitäten, Anpassungen im Alltag oder Beruf
  • Kältebehandlung zur Entzündungshemmung und Wärmebehandlung zur Muskeldetonisierung
  • Dehnungsübungen zur Behebung der Bewegungseinschränkungen


Operative Therapie


Wenn konservative Massnahmen über mehrere Monate keine ausreichende Besserung bringen, kann eine Operation sinnvoll sein.

  • Arthroskopische Dekompression: Minimalinvasives Verfahren, bei dem entzündetes Gewebe und knöcherne Engstellen unter dem Schulterdach entfernt werden, um wieder ausreichend Platz für die Sehnen zu schaffen
  • Begleitende Massnahmen: Falls eine Sehnenverletzung vorliegt, kann diese im gleichen Eingriff mit versorgt werden


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Nach einer arthroskopischen Operation wird die Schulter für kurze Zeit in einer Schlinge ruhiggestellt. Frühzeitige, kontrollierte Bewegungsübungen sind wichtig, um die Beweglichkeit zu erhalten und die Heilung zu fördern. Eine physiotherapeutische Begleitung unterstützt den schrittweisen Aufbau von Kraft und Funktion. Die meisten Patientinnen und Patienten können nach einigen Wochen wieder ihren Alltagsaktivitäten nachgehen.


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