Schlüsselbein Fraktur

Autor:

Dr. med. Adrian Schneider / Dr. med. Thomas Ebert

Ärzte Schulter-Team

Zurück zur Übersicht

Zusammenfassung

Ein Schlüsselbeinbruch ist der Bruch des Knochens zwischen Schulter und Brustbein, meist durch Sturz auf die Schulter oder den Arm. Typisch sind Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkung. Diagnose per Untersuchung und Röntgen. Therapie meist konservativ, bei Verschiebung OP. Heilung je nach Anspruch an die Belastungsfähigkeit 6- 12 Wochen.

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Was ist ein Schlüsselbeinbruch?


Ein Schlüsselbeinbruch (medizinisch: Claviculafraktur) bezeichnet den Bruch des Schlüsselbeins, das den Schultergürtel mit dem Brustbein verbindet. Das Schlüsselbein stabilisiert die Schulter und ermöglicht deren Beweglichkeit. Ein Bruch entsteht meist durch äussere Gewalteinwirkung, typischerweise bei einem Sturz auf die Schulter oder den ausgestreckten Arm.

Hauptziel der Behandlung ist eine stabile Knochenheilung sowie die vollständige Wiederherstellung der Schulterbeweglichkeit.


Ursachen


Ein Bruch entsteht fast immer durch direkte oder indirekte Krafteinwirkung auf die Schulter.


Häufige Ursachen:

  • Sturz auf die Schulter (z. B. beim Radfahren, Skifahren oder Reiten)
  • Sturz auf den ausgestreckten Arm, die Kraft überträgt sich auf das Schlüsselbein
  • Direkter Schlag auf das Schlüsselbein (Verkehrsunfall, Kontaktsport)
  • Bei Neugeborenen selten während der Geburt


Symptome


Typische Anzeichen eines Schlüsselbeinbruchs sind:

  • Plötzliche, starke Schmerzen im Bereich von Schulter und Schlüsselbein
  • Schwellung, Hämatom (Bluterguss) oder sichtbare Fehlstellung
  • Bewegungseinschränkung der Schulter
  • Knacken oder Reiben bei Bewegungen (sogenannte Krepitation)
  • In ausgeprägten Fällen: Vorwölbung oder Absenkung des Schlüsselbeins


Bei Säuglingen oder Kindern ist ein Bruch oft schwer zu erkennen, Schmerzen bei Armbewegung können der einzige Hinweis sein.


Diagnose


Die Diagnose eines Schlüsselbeinbruchs wird durch:

  • Klinische Untersuchung: Abtasten der Bruchstelle, Überprüfung der Schulterbeweglichkeit, tastbare Stufenbildung oder Fehlstellung
  • Bildgebende Verfahren: Röntgenaufnahme in zwei Ebenen (Standarddiagnostik), CT (Computertomographie) bei komplizierten oder gelenknahen Brüchen


Differentialdiagnose


Ein Schlüsselbeinbruch muss abgegrenzt werden von anderen Schulterverletzungen:

  • Schultereckgelenksprengung (AC-Gelenk-Verletzung)
  • Sternoklavikulargelenksluxation (Verschiebung des Schlüsselbeins am Brustbein)
  • Rippenbrüche oder Prellungen
  • Verletzungen von Bändern, Muskeln oder Nerven


Konservative Therapie


Ein hoher Prozentsatz aller Schlüsselbeinbrüche kann ohne Operation behandelt werden.


  • Ruhigstellung des betroffenen Arms für 2–3 Wochen mit Armschlinge oder Rucksack-Verband
  • Schmerzmittel zur Linderung (z. B. Ibuprofen oder Paracetamol)
  • Frühzeitige Bewegung von Hand und Ellenbogen, um Steifheit zu vermeiden
  • Nach 3–4 Wochen: Physiotherapie zur Schultermobilisation


Vorteile: Kein Operationsrisiko, gute Heilungsaussichten Nachteil: Manchmal bleibt eine sichtbare Knochenwulst (Kallusbildung)


Operative Therapie


Eine Operation ist erforderlich bei:

  • Starker Verschiebung oder Mehrfragmentbruch
  • Offener Fraktur (durch die Haut durchgebrochener Knochen)
  • Gefäss- oder Nervenverletzungen
  • Nicht heilendem Bruch (Pseudarthrose)
  • Sportlern oder körperlich aktiven Personen, die schnelle Belastbarkeit wünschen


Nachbehandlung


Nach der Operation sind folgende Schritte wichtig:

  • Ruhigstellung mit Armschlinge (meist 4-6 Wochen)
  • Belastungsfreie Mobilisation mit eingeschränktem Radius (meist 4-6 Wochen)
  • Bewegungs-Freigabe und Aufbelastung zur Wiederherstellung der Beweglichkeit (nach 6-8 Wochen)
  • Im Regelfall klinische und radiologische Verlaufskontrollen nach 6 und 12 Wochen


Weitere Informationen


Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über die Schlüsselbeinfraktur geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Orthopädie Rosenberg

Praxis-Öffnungszeiten

Montag

08:00 -18:00 Uhr

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Dienstag - Freitag

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Notfallnummer

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Datenschutz

Impressum

© 2025. All Rights Reserved.

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Ein Schlüsselbeinbruch ist der Bruch des Knochens zwischen Schulter und Brustbein, meist durch Sturz auf die Schulter oder den Arm. Typisch sind Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkung. Diagnose per Untersuchung und Röntgen. Therapie meist konservativ, bei Verschiebung OP. Heilung je nach Anspruch an die Belastungsfähigkeit 6- 12 Wochen.

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Was ist ein Schlüsselbeinbruch?


Ein Schlüsselbeinbruch (medizinisch: Claviculafraktur) bezeichnet den Bruch des Schlüsselbeins, das den Schultergürtel mit dem Brustbein verbindet. Das Schlüsselbein stabilisiert die Schulter und ermöglicht deren Beweglichkeit. Ein Bruch entsteht meist durch äussere Gewalteinwirkung, typischerweise bei einem Sturz auf die Schulter oder den ausgestreckten Arm.

Hauptziel der Behandlung ist eine stabile Knochenheilung sowie die vollständige Wiederherstellung der Schulterbeweglichkeit.


Ursachen


Ein Bruch entsteht fast immer durch direkte oder indirekte Krafteinwirkung auf die Schulter.


Häufige Ursachen:

  • Sturz auf die Schulter (z. B. beim Radfahren, Skifahren oder Reiten)
  • Sturz auf den ausgestreckten Arm, die Kraft überträgt sich auf das Schlüsselbein
  • Direkter Schlag auf das Schlüsselbein (Verkehrsunfall, Kontaktsport)
  • Bei Neugeborenen selten während der Geburt


Symptome


Typische Anzeichen eines Schlüsselbeinbruchs sind:

  • Plötzliche, starke Schmerzen im Bereich von Schulter und Schlüsselbein
  • Schwellung, Hämatom (Bluterguss) oder sichtbare Fehlstellung
  • Bewegungseinschränkung der Schulter
  • Knacken oder Reiben bei Bewegungen (sogenannte Krepitation)
  • In ausgeprägten Fällen: Vorwölbung oder Absenkung des Schlüsselbeins


Bei Säuglingen oder Kindern ist ein Bruch oft schwer zu erkennen, Schmerzen bei Armbewegung können der einzige Hinweis sein.


Diagnose


Die Diagnose eines Schlüsselbeinbruchs wird durch:

  • Klinische Untersuchung: Abtasten der Bruchstelle, Überprüfung der Schulterbeweglichkeit, tastbare Stufenbildung oder Fehlstellung
  • Bildgebende Verfahren: Röntgenaufnahme in zwei Ebenen (Standarddiagnostik), CT (Computertomographie) bei komplizierten oder gelenknahen Brüchen


Differentialdiagnose


Ein Schlüsselbeinbruch muss abgegrenzt werden von anderen Schulterverletzungen:

  • Schultereckgelenksprengung (AC-Gelenk-Verletzung)
  • Sternoklavikulargelenksluxation (Verschiebung des Schlüsselbeins am Brustbein)
  • Rippenbrüche oder Prellungen
  • Verletzungen von Bändern, Muskeln oder Nerven


Konservative Therapie


Ein hoher Prozentsatz aller Schlüsselbeinbrüche kann ohne Operation behandelt werden.


  • Ruhigstellung des betroffenen Arms für 2–3 Wochen mit Armschlinge oder Rucksack-Verband
  • Schmerzmittel zur Linderung (z. B. Ibuprofen oder Paracetamol)
  • Frühzeitige Bewegung von Hand und Ellenbogen, um Steifheit zu vermeiden
  • Nach 3–4 Wochen: Physiotherapie zur Schultermobilisation


Vorteile: Kein Operationsrisiko, gute Heilungsaussichten Nachteil: Manchmal bleibt eine sichtbare Knochenwulst (Kallusbildung)


Operative Therapie


Eine Operation ist erforderlich bei:

  • Starker Verschiebung oder Mehrfragmentbruch
  • Offener Fraktur (durch die Haut durchgebrochener Knochen)
  • Gefäss- oder Nervenverletzungen
  • Nicht heilendem Bruch (Pseudarthrose)
  • Sportlern oder körperlich aktiven Personen, die schnelle Belastbarkeit wünschen


Nachbehandlung


Nach der Operation sind folgende Schritte wichtig:

  • Ruhigstellung mit Armschlinge (meist 4-6 Wochen)
  • Belastungsfreie Mobilisation mit eingeschränktem Radius (meist 4-6 Wochen)
  • Bewegungs-Freigabe und Aufbelastung zur Wiederherstellung der Beweglichkeit (nach 6-8 Wochen)
  • Im Regelfall klinische und radiologische Verlaufskontrollen nach 6 und 12 Wochen


Weitere Informationen


Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über die Schlüsselbeinfraktur geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Ein Schlüsselbeinbruch ist der Bruch des Knochens zwischen Schulter und Brustbein, meist durch Sturz auf die Schulter oder den Arm. Typisch sind Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkung. Diagnose per Untersuchung und Röntgen. Therapie meist konservativ, bei Verschiebung OP. Heilung je nach Anspruch an die Belastungsfähigkeit 6- 12 Wochen.

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Was ist ein Schlüsselbeinbruch?


Ein Schlüsselbeinbruch (medizinisch: Claviculafraktur) bezeichnet den Bruch des Schlüsselbeins, das den Schultergürtel mit dem Brustbein verbindet. Das Schlüsselbein stabilisiert die Schulter und ermöglicht deren Beweglichkeit. Ein Bruch entsteht meist durch äussere Gewalteinwirkung, typischerweise bei einem Sturz auf die Schulter oder den ausgestreckten Arm.

Hauptziel der Behandlung ist eine stabile Knochenheilung sowie die vollständige Wiederherstellung der Schulterbeweglichkeit.


Ursachen


Ein Bruch entsteht fast immer durch direkte oder indirekte Krafteinwirkung auf die Schulter.


Häufige Ursachen:

  • Sturz auf die Schulter (z. B. beim Radfahren, Skifahren oder Reiten)
  • Sturz auf den ausgestreckten Arm, die Kraft überträgt sich auf das Schlüsselbein
  • Direkter Schlag auf das Schlüsselbein (Verkehrsunfall, Kontaktsport)
  • Bei Neugeborenen selten während der Geburt


Symptome


Typische Anzeichen eines Schlüsselbeinbruchs sind:

  • Plötzliche, starke Schmerzen im Bereich von Schulter und Schlüsselbein
  • Schwellung, Hämatom (Bluterguss) oder sichtbare Fehlstellung
  • Bewegungseinschränkung der Schulter
  • Knacken oder Reiben bei Bewegungen (sogenannte Krepitation)
  • In ausgeprägten Fällen: Vorwölbung oder Absenkung des Schlüsselbeins


Bei Säuglingen oder Kindern ist ein Bruch oft schwer zu erkennen, Schmerzen bei Armbewegung können der einzige Hinweis sein.


Diagnose


Die Diagnose eines Schlüsselbeinbruchs wird durch:

  • Klinische Untersuchung: Abtasten der Bruchstelle, Überprüfung der Schulterbeweglichkeit, tastbare Stufenbildung oder Fehlstellung
  • Bildgebende Verfahren: Röntgenaufnahme in zwei Ebenen (Standarddiagnostik), CT (Computertomographie) bei komplizierten oder gelenknahen Brüchen


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Ein Schlüsselbeinbruch muss abgegrenzt werden von anderen Schulterverletzungen:

  • Schultereckgelenksprengung (AC-Gelenk-Verletzung)
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  • Rippenbrüche oder Prellungen
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Ein hoher Prozentsatz aller Schlüsselbeinbrüche kann ohne Operation behandelt werden.


  • Ruhigstellung des betroffenen Arms für 2–3 Wochen mit Armschlinge oder Rucksack-Verband
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  • Frühzeitige Bewegung von Hand und Ellenbogen, um Steifheit zu vermeiden
  • Nach 3–4 Wochen: Physiotherapie zur Schultermobilisation


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  • Starker Verschiebung oder Mehrfragmentbruch
  • Offener Fraktur (durch die Haut durchgebrochener Knochen)
  • Gefäss- oder Nervenverletzungen
  • Nicht heilendem Bruch (Pseudarthrose)
  • Sportlern oder körperlich aktiven Personen, die schnelle Belastbarkeit wünschen


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  • Ruhigstellung mit Armschlinge (meist 4-6 Wochen)
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  • Im Regelfall klinische und radiologische Verlaufskontrollen nach 6 und 12 Wochen


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