Schmerzhafte Schultersteife (Frozen Shoulder)

Autor:

Dr. med. Adrian Schneider

Ärzte Schulter-Team

Zurück zur Übersicht

Zusammenfassung

Eine Frozen Shoulder ist eine entzündliche Erkrankung der Schulterkapsel, bei der die Kapsel verdickt, schrumpft und verklebt, wodurch Beweglichkeit und Kraft stark eingeschränkt werden. Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend mit Schmerzen, eingeschränkten Bewegungen in allen Richtungen und Schwierigkeiten bei Alltagsaktivitäten. Die Diagnose erfolgt durch Untersuchung und bildgebende Verfahren, während die Behandlung überwiegend konservativ mit Schmerzmitteln, Kortisoninjektionen und Physiotherapie erfolgt, eine Operation ist nur selten notwendig.

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Was ist eine Frozen Shoulder?


Die Frozen Shoulder (entzündliche Schultersteife, adhäsive Kapsulitis) ist eine entzündliche Erkrankung der Schultergelenkkapsel. Durch die Entzündung kommt es zu einer Verdickung, Schrumpfung und Verklebung der Gelenkkapsel, was zu einer schmerzhaften Einschränkung der Beweglichkeit in allen Ebenen führt.

Das Schultergelenk besitzt normalerweise eine weite und elastische Gelenkkapsel, um das grosse Bewegungsausmass zu ermöglichen. Bei einer Frozen Shoulder verliert die Kapsel ihre Dehnbarkeit, wodurch aktive und passive Bewegungen zunehmend eingeschränkt werden.


Ursachen


Man unterscheidet eine primäre (idiopathische) und eine sekundäre Form.

Die primäre Kapsulitis trifft gerne Frauen, gehäuft um das 50. Lebensjahr.


Mögliche Ursachen oder begünstigende Faktoren einer sekundären Form sind:

  • Vorangegangene Schulterverletzungen oder Operationen
  • Längere Ruhigstellung
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Entzündliche oder degenerative Schultererkrankungen


Oft lässt sich keine eindeutige Ursache feststellen.


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und verlaufen typischerweise in Phasen:

  • Zunehmende Schulterschmerzen, oft auch in Ruhe oder nachts
  • Deutliche Einschränkung der aktiven und passiven Beweglichkeit in allen Ebenen
  • Schwierigkeiten bei Alltagsbewegungen (z. B. Anziehen, Haare kämmen, Überkopfarbeiten)
  • Kraftminderung als Folge der eingeschränkten Beweglichkeit


Typisch ist die ausgeprägte Einschränkung der Aussenrotation.


Diagnose


Die Diagnose erfolgt anhand der Krankengeschichte und der klinischen Untersuchung.

  • Klinische Untersuchung: Deutlich eingeschränkte aktive und passive Beweglichkeit in allen Bewegungsebenen, insbesondere Aussenrotation
  • Röntgen: zum Ausschluss knöcherner Veränderungen (z. B. Arthrose)
  • MRT oder Ultraschall bei unklarer Situation oder zum Ausschluss begleitender Pathologien (z. B. Rotatorenmanschettenruptur)


Differentialdiagnose


Bei ähnlicher Symptomatik sollten andere Ursachen ausgeschlossen werden, unter anderem:

  • Rotatorenmanschettenruptur (häufig Aktivitätsschmerz ohne Bewegungseinschränkung)
  • Subakromiales Impingement (meist sind nur Abduktion und Innenrotation betroffen)
  • Omarthrose
  • Kalkschulter (meist nur Abduktion manchmal Innenrotation)
  • Zervikale Radikulopathie


Konservative Therapie


Grundlegend steht die nicht-operative Behandlung im Vordergrund. Die idiopathische Frozen Shoulder ist eine selbstlimitierende Erkrankung. D.h. „Sie kommt von selbst und geht auch wieder von selbst“. Dies kann jedoch Monate benötigen. Sobald die Entzündungsphase überwunden ist, geht es mit der Schulter wieder aufwärts. Es gilt jedoch zwingend unterhalb der Schmerz-Entzündungszone zu bleiben, damit diese nicht reaktiviert wird.


  • Primär: Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente, Intraartikuläre Kortisoninjektionen
  • Nach Überwindung der Entzündungsphase: Physiotherapie mit vorsichtiger Mobilisation, Eigenübungen zur Verbesserung der Beweglichkeit


Ziel ist die Schmerzreduktion und schrittweise Wiederherstellung der Beweglichkeit. Der Verlauf erstreckt sich häufig über mehrere Monate.


Operative Therapie


Wird selten angewendet. Bei anhaltender, ausgeprägter Bewegungseinschränkung trotz konsequenter konservativer Therapie kann eine operative Behandlung erwogen werden. Dies ist jedoch nur im entzündungsfreien Stadium möglich und muss selten zur Anwendung gebracht werden:

  • Arthroskopische Kapselspaltung (Arthrolyse)


Ziel ist die Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit durch Lösung der verkürzten Kapselanteile.


Weitere Informationen


Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über die schmerzhafte Schultersteife geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Eine Frozen Shoulder ist eine entzündliche Erkrankung der Schulterkapsel, bei der die Kapsel verdickt, schrumpft und verklebt, wodurch Beweglichkeit und Kraft stark eingeschränkt werden. Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend mit Schmerzen, eingeschränkten Bewegungen in allen Richtungen und Schwierigkeiten bei Alltagsaktivitäten. Die Diagnose erfolgt durch Untersuchung und bildgebende Verfahren, während die Behandlung überwiegend konservativ mit Schmerzmitteln, Kortisoninjektionen und Physiotherapie erfolgt, eine Operation ist nur selten notwendig.

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Die Frozen Shoulder (entzündliche Schultersteife, adhäsive Kapsulitis) ist eine entzündliche Erkrankung der Schultergelenkkapsel. Durch die Entzündung kommt es zu einer Verdickung, Schrumpfung und Verklebung der Gelenkkapsel, was zu einer schmerzhaften Einschränkung der Beweglichkeit in allen Ebenen führt.

Das Schultergelenk besitzt normalerweise eine weite und elastische Gelenkkapsel, um das grosse Bewegungsausmass zu ermöglichen. Bei einer Frozen Shoulder verliert die Kapsel ihre Dehnbarkeit, wodurch aktive und passive Bewegungen zunehmend eingeschränkt werden.


Ursachen


Man unterscheidet eine primäre (idiopathische) und eine sekundäre Form.

Die primäre Kapsulitis trifft gerne Frauen, gehäuft um das 50. Lebensjahr.


Mögliche Ursachen oder begünstigende Faktoren einer sekundären Form sind:

  • Vorangegangene Schulterverletzungen oder Operationen
  • Längere Ruhigstellung
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Entzündliche oder degenerative Schultererkrankungen


Oft lässt sich keine eindeutige Ursache feststellen.


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und verlaufen typischerweise in Phasen:

  • Zunehmende Schulterschmerzen, oft auch in Ruhe oder nachts
  • Deutliche Einschränkung der aktiven und passiven Beweglichkeit in allen Ebenen
  • Schwierigkeiten bei Alltagsbewegungen (z. B. Anziehen, Haare kämmen, Überkopfarbeiten)
  • Kraftminderung als Folge der eingeschränkten Beweglichkeit


Typisch ist die ausgeprägte Einschränkung der Aussenrotation.


Diagnose


Die Diagnose erfolgt anhand der Krankengeschichte und der klinischen Untersuchung.

  • Klinische Untersuchung: Deutlich eingeschränkte aktive und passive Beweglichkeit in allen Bewegungsebenen, insbesondere Aussenrotation
  • Röntgen: zum Ausschluss knöcherner Veränderungen (z. B. Arthrose)
  • MRT oder Ultraschall bei unklarer Situation oder zum Ausschluss begleitender Pathologien (z. B. Rotatorenmanschettenruptur)


Differentialdiagnose


Bei ähnlicher Symptomatik sollten andere Ursachen ausgeschlossen werden, unter anderem:

  • Rotatorenmanschettenruptur (häufig Aktivitätsschmerz ohne Bewegungseinschränkung)
  • Subakromiales Impingement (meist sind nur Abduktion und Innenrotation betroffen)
  • Omarthrose
  • Kalkschulter (meist nur Abduktion manchmal Innenrotation)
  • Zervikale Radikulopathie


Konservative Therapie


Grundlegend steht die nicht-operative Behandlung im Vordergrund. Die idiopathische Frozen Shoulder ist eine selbstlimitierende Erkrankung. D.h. „Sie kommt von selbst und geht auch wieder von selbst“. Dies kann jedoch Monate benötigen. Sobald die Entzündungsphase überwunden ist, geht es mit der Schulter wieder aufwärts. Es gilt jedoch zwingend unterhalb der Schmerz-Entzündungszone zu bleiben, damit diese nicht reaktiviert wird.


  • Primär: Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente, Intraartikuläre Kortisoninjektionen
  • Nach Überwindung der Entzündungsphase: Physiotherapie mit vorsichtiger Mobilisation, Eigenübungen zur Verbesserung der Beweglichkeit


Ziel ist die Schmerzreduktion und schrittweise Wiederherstellung der Beweglichkeit. Der Verlauf erstreckt sich häufig über mehrere Monate.


Operative Therapie


Wird selten angewendet. Bei anhaltender, ausgeprägter Bewegungseinschränkung trotz konsequenter konservativer Therapie kann eine operative Behandlung erwogen werden. Dies ist jedoch nur im entzündungsfreien Stadium möglich und muss selten zur Anwendung gebracht werden:

  • Arthroskopische Kapselspaltung (Arthrolyse)


Ziel ist die Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit durch Lösung der verkürzten Kapselanteile.


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Dieses Informationsblatt soll Ihnen einen allgemeinen Überblick über die schmerzhafte Schultersteife geben. Für eine individuelle Beratung, Diagnostik und Therapieempfehlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde oder lassen Sie sich über Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zuweisen.

Die vorliegende Patienteninformation ist eine Ergänzung zum persönlichen Gespräch mit dem Arzt. Risiken und Komplikationen werden im Rahmen des Aufklärungsgesprächs mit Ihnen besprochen. Im Text wird die männliche Form verwendet – die weibliche Form ist immer mitgemeint. © Orthopädie Rosenberg AG

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Die Frozen Shoulder (entzündliche Schultersteife, adhäsive Kapsulitis) ist eine entzündliche Erkrankung der Schultergelenkkapsel. Durch die Entzündung kommt es zu einer Verdickung, Schrumpfung und Verklebung der Gelenkkapsel, was zu einer schmerzhaften Einschränkung der Beweglichkeit in allen Ebenen führt.

Das Schultergelenk besitzt normalerweise eine weite und elastische Gelenkkapsel, um das grosse Bewegungsausmass zu ermöglichen. Bei einer Frozen Shoulder verliert die Kapsel ihre Dehnbarkeit, wodurch aktive und passive Bewegungen zunehmend eingeschränkt werden.


Ursachen


Man unterscheidet eine primäre (idiopathische) und eine sekundäre Form.

Die primäre Kapsulitis trifft gerne Frauen, gehäuft um das 50. Lebensjahr.


Mögliche Ursachen oder begünstigende Faktoren einer sekundären Form sind:

  • Vorangegangene Schulterverletzungen oder Operationen
  • Längere Ruhigstellung
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Entzündliche oder degenerative Schultererkrankungen


Oft lässt sich keine eindeutige Ursache feststellen.


Symptome


Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und verlaufen typischerweise in Phasen:

  • Zunehmende Schulterschmerzen, oft auch in Ruhe oder nachts
  • Deutliche Einschränkung der aktiven und passiven Beweglichkeit in allen Ebenen
  • Schwierigkeiten bei Alltagsbewegungen (z. B. Anziehen, Haare kämmen, Überkopfarbeiten)
  • Kraftminderung als Folge der eingeschränkten Beweglichkeit


Typisch ist die ausgeprägte Einschränkung der Aussenrotation.


Diagnose


Die Diagnose erfolgt anhand der Krankengeschichte und der klinischen Untersuchung.

  • Klinische Untersuchung: Deutlich eingeschränkte aktive und passive Beweglichkeit in allen Bewegungsebenen, insbesondere Aussenrotation
  • Röntgen: zum Ausschluss knöcherner Veränderungen (z. B. Arthrose)
  • MRT oder Ultraschall bei unklarer Situation oder zum Ausschluss begleitender Pathologien (z. B. Rotatorenmanschettenruptur)


Differentialdiagnose


Bei ähnlicher Symptomatik sollten andere Ursachen ausgeschlossen werden, unter anderem:

  • Rotatorenmanschettenruptur (häufig Aktivitätsschmerz ohne Bewegungseinschränkung)
  • Subakromiales Impingement (meist sind nur Abduktion und Innenrotation betroffen)
  • Omarthrose
  • Kalkschulter (meist nur Abduktion manchmal Innenrotation)
  • Zervikale Radikulopathie


Konservative Therapie


Grundlegend steht die nicht-operative Behandlung im Vordergrund. Die idiopathische Frozen Shoulder ist eine selbstlimitierende Erkrankung. D.h. „Sie kommt von selbst und geht auch wieder von selbst“. Dies kann jedoch Monate benötigen. Sobald die Entzündungsphase überwunden ist, geht es mit der Schulter wieder aufwärts. Es gilt jedoch zwingend unterhalb der Schmerz-Entzündungszone zu bleiben, damit diese nicht reaktiviert wird.


  • Primär: Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente, Intraartikuläre Kortisoninjektionen
  • Nach Überwindung der Entzündungsphase: Physiotherapie mit vorsichtiger Mobilisation, Eigenübungen zur Verbesserung der Beweglichkeit


Ziel ist die Schmerzreduktion und schrittweise Wiederherstellung der Beweglichkeit. Der Verlauf erstreckt sich häufig über mehrere Monate.


Operative Therapie


Wird selten angewendet. Bei anhaltender, ausgeprägter Bewegungseinschränkung trotz konsequenter konservativer Therapie kann eine operative Behandlung erwogen werden. Dies ist jedoch nur im entzündungsfreien Stadium möglich und muss selten zur Anwendung gebracht werden:

  • Arthroskopische Kapselspaltung (Arthrolyse)


Ziel ist die Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit durch Lösung der verkürzten Kapselanteile.


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